Heimertingen
Neuer Kindergarten geplant

Die Gemeinde Heimertingen beabsichtigt, auf dem Grund des bisherigen Paringer-Hofes in der Illerstraße einen neuen Kindergarten mit integrierter Kinderkrippe zu bauen. Das bestehende soll abgerissen werden. Das Konzept wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung der Öffentlichkeit vorgestellt. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 1,8 Millionen Euro. Bis zum vergangenen Sommer gab es im Ort drei Kindergruppen, die sich auf die beiden Kindergärten St. Martin und Mutter Teresa verteilten. Derzeit besuchen 43 Kinder die Einrichtung; sie werden in zwei Gruppen im Kindergarten St. Martin, der im Unterdorf liegt, betreut. Die Rathausgruppe Mutter Teresa wurde geschlossen.

Nach längerer Überlegung hat sich der Gemeinderat trotz der rückläufigen Geburtenzahlen zu einem Neubau entschlossen, erläuterte Bürgermeister Armin Bauer. Denn den Gemeinden sei auferlegt worden, künftig eine Ganztagesbetreuung für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr anzubieten. Der Gesetzgeber sehe vor, so Bauer, dass diese ab dem Jahre 2013 zur Verfügung stehe. Die Gemeinde Heimertingen könnte sie in Form einer Kinderkrippe anbieten.

Neukonzeption als Lösung

Da im St.-Martin-Gebäude sowie im Rathaus ein dafür notwendiger Ausbau inklusive Renovierung in keinem finanziell vertretbaren Verhältnis stehe und vom räumlichen Angebot her ebenfalls nicht ausreiche, sah die Gemeinde die Lösung in einer Neukonzeption.

Das Grundstück des schon lange nicht mehr bewirtschafteten Paringer-Hof erschien dem Gemeinderat aufgrund der «zentralen Lage, der guten Erreichbarkeit und der entsprechenden Grundstückgröße» als geeignetes Objekt. Inzwischen befindet sich der Hof, der abgerissen werden soll, im Eigentum der Gemeinde. Diese will laut Bauer mit dem Neubau einen weiteren Schritt zur Belebung des alten Ortskernes unternehmen. Der künftige zweigeschossige Bau - da waren sich alle zwölf Gemeinderäte samt Bürgermeister einig - passe sich «gut in die Illerstraße ein» und stelle sich von der Hauptstraße aus als «markantes Gebäude» dar, das sich aber dennoch durch breite Fensterfronten vom reinen Bauernhaus-Charakter abhebe. Bauer stellte die nächsten Aufgaben vor: Sie liegen nun in der Detailplanung für den Innen- und den technischen Bereich.

Da der Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft liege und bleiben soll, fänden derzeit Gespräche mit der Bischöflichen Finanzkammer über die finanzielle Unterstützung statt, so Bauer. Auch der staatliche Zuschuss für den Bau der Kinderkrippe fließe in die Gesamtkosten mit ein. Ob der Startschuss für dieses Projekt schon im kommenden Jahr erfolge, sei aber noch offen.

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