Kino
Neuer Betreiber des Memminger Rex-Palastes zieht erste Bilanz und spricht über Projekte und Hoffnungen

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Kino - vier magische Buchstaben, die für Daniela und Marcel Höger die Welt bedeuten; die ihre große Leidenschaft beschreiben und für die sie bereit sind, große Risiken einzugehen. Aus all diesen Gründen haben sie sich getraut, dem totgesagten Rex-Palast wieder neues Leben einzuhauchen.

Mitte Juni haben die Högers das Traditionskino in der Memminger Bahnhofstraße wiedereröffnet. Zuvor war es eineinhalb Jahre verwaist (siehe auch Infokasten).

Nach seinem ersten Vierteljahr als neuer Rex-Betreiber zieht Marcel Höger eine Zwischenbilanz: << Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob es sich für uns rentiert. >> Schließlich hätten er und seine Frau sich vorgenommen, diese Frage erst nach einem Jahr zu beantworten. Für sich selbst und auch öffentlich.

Noch kein Ansturm

Obwohl er keine exakten Zahlen nennt, wird im Gespräch mit Marcel Höger zwischen den Zeilen allerdings deutlich, dass das neue Rex-Kino in den ersten drei Monaten noch keinen Besucheransturm erlebt hat. Für Höger und seine Frau ist das allerdings noch kein Grund, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken.

Er ist zuversichtlich, dass sich in den kommenden Monaten weiter herumspricht, << dass das Rex wieder ein qualitativ hochwertiges Filmtheater ist >> - mit derzeit bis zu 18 verschiedenen Filmen pro Woche. Seinen Anspruch will der gelernte Kinotechniker mit weiteren Projekten untermauern: Für den Herbst haben er und seine Frau beispielsweise ein << 70-Millimeter-Festival >> geplant.

Dabei sollen Klassiker in einem speziellen Filmformat gezeigt werden. Höger kann sich auch vorstellen, künftig auf der Rex-Bühne Konzerte zu veranstalten. Bereits jetzt bietet das Betreiber-Ehepaar beispielsweise Geburtstagsfeiern für Kinder an, bei denen die Buben und Mädchen unter anderem eine Führung hinter den Kulissen bekommen. Außerdem darf das Geburtstagskind höchstpersönlich den Film starten.

Die Sympathie mit den Kleinen kommt nicht von ungefähr, sieht sich Höger doch selbst als David, der gegen den Goliath Cineplex bestehen muss - aber nicht in einem Konkurrenzkampf. Denn das wäre wahrlich einer mit höchst unterschiedlichen Waffen.

Nostalgie-Nische

Nein, Marcel Höger geht es um etwas anderes. Er will das kulturelle Angebot für die Menschen in unserer Region bereichern. Und setzt dabei unter anderem auf die Nostalgie-Nische mit weltbekannten Streifen aus früheren Zeiten: << Für dieses Konzept haben wir gerade von unseren älteren Gästen begeisterte Reaktionen erhalten. >> Zu sehen und zu spüren, dass auch die Besucher ihre große Leidenschaft für das << Kino vom alten Schlag >> teilen, gibt Marcel Höger und seiner Frau Kraft - für ihr Bemühen, den Rex-Palast wieder als festen Bestandteil in der Kulturszene zu verankern.

Weitere Informationen gibt es unter www.rex-memmingen.de.

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