Krankenhaus
Neue Zentralsterilisation in Klinikum Memmingen

Tritt ein Mediziner im Klinikum an den Operationstisch, liegt für ihn eine Vielzahl an Instrumenten bereit. Gereinigt und sterilisiert, damit er keimfrei operieren kann. Ab nächster Woche wird das mithilfe modernster Technik in einer neuen Zentralsterilisation im Untergeschoss des Memminger Klinikums erledigt.

3,7 Millionen Euro haben der Umbau und die Einrichtung der neuen Abteilung gekostet, informierte Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger bei der Einweihung. 2,55 Millionen Euro stammen dabei aus dem Konjunkturprogramm II, erläuterte Holzinger weiter.

<< Es kam uns die Wirtschaftskrise zugute, die den Bund zu Konjunkturprogrammen bei Grundeinrichtungen der Daseinsfürsorge bewegt hat. Da haben wir uns schnellstens angemeldet. >> Dazu musste die Stadt noch 1,15 Millionen Euro selbst aufbringen. << Wir haben die modernste Ausstattung gewählt >>, erläuterte der OB.

Vor zwei Jahren bekam das Klinikum einen neuen Kreißsaal, vor einem Jahr die Palliativstation, im August 2010 wurde die Neurologie eröffnet und nun die neue Zentralsterilisation, berichtete der Ärztliche Direktor Professor Albrecht Pfeiffer. << Die alte Abteilung hat ihren Zweck zwar noch erfüllt, aber sie ist bei der ständig steigenden Zahl der Operationen zu klein geworden >>, erklärte Pfeiffer.

Heuer werde man auf rund 10000 Operationen kommen. Eine entsprechend hohe Zahl an Instrumenten müsse gereinigt werden. Nun stünden ausreichend Kapazitäten zur Verfügung und man könne auch Dienstleister sein für Ärzte außerhalb des Hauses. Rudolf Daniel, dessen Münchner Ingenieurbüro die Station eingerichtet hat, betonte die lückenlose elektronische Überwachung jedes Arbeitsschritts bei der Sterilisation. << Sie dient der Sicherheit des Patienten und dem guten Ruf Ihrer Klinik. >>

Sterilisation bei 134 Grad

14 Mitarbeiter sind in der Zentralsterilisation tätig. Leiterin Dorothee Zacherl führte durch die neue Abteilung. Schmutzige Instrumente werden bei 95 Grad in einer hoch technisierten Spülmaschine gereinigt, kühlen aus und werden einer Sichtkontrolle unterzogen.

Dann werden die Funktionen überprüft, die Instrumente geölt oder speziell behandelt. Schließlich kommen sie 45 Minuten lang bei 134 Grad in die << Steri >>, damit auch der hartnäckigste Keim erledigt wird. Das Ehec-Bakterium etwa habe hier keine Chance, sagte Pflegedienstleiter Hans-Jürgen Stopora. << Es wird schon bei 70 Grad getötet. >> Für alle, auch für die empfindlichsten Instrumente wie etwa die Endoskope der Urologen, gebe es heute eine spezielle Technik der Sterilisation.

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