Sulzberg
Neue Verkehrszählung soll Frage nach Umgehung klären

Braucht Sulzberg eine Ortsumgehung und wo könnte die verlaufen? Um diese Frage ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Thema brennt den Sulzberger Bürgern augenscheinlich unter den Nägeln, denn das Interesse war so groß, dass der Sitzungssaal gerade noch bei Tuchfühlung für alle Zuhörer Platz bot.

Bevor Entscheidungen zur Ortskernentwicklung getroffen werden können, müsse die Frage nach einer Ortsumgehung geklärt werden, erklärte Professor Dr. Lothar Zettler vom Büro Lars Consult (Memmingen). Er verwies auf die Tätigkeit der Projektgruppe Ortskernentwicklung und eine Verkehrszählung mit Befragung im September 2009. Die Mehrzahl der Bürger hielt dabei eine Ortskernentwicklung für wichtig bis sehr wichtig, die Ortsumfahrung lehnten genau so viel Bürger ab, wie ihr zustimmten.

Die Planer untersuchten die möglichen Auswirkungen einer West- und einer Ostumfahrung, für die erst einmal ein 100 Meter breiter Korridor skizziert wurde. Beurteilt wurde das Schutzgut von Boden, Wasser, Klima und Luft. Die Prognosen der Verkehrsströme bei einer möglichen Ost- oder Westumfahrung verglich Stefan Hangleiter vom Büro Modus Consult (Ulm).

Kosten und Nutzen abwägen

Fazit der vorläufigen Untersuchungen: Der Ortskern würde bei einer Umfahrung Ost weniger entlastet als bei der Umfahrung West. Auch die Kosten seien für Ost voraussichtlich höher als bei West. Deshalb beurteilte er das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Ostumfahrung als negativ. Auch erwartet Hangleiter in diesem Fall Verlagerungseffekte von der Kreisstraße OA 6 (Sulzberg Kempten) auf Gemeindeverbindungsstraßen.

Der Planer betonte, dass dieses Ergebnis lediglich eine Prognose sei und nicht über eine Ost- oder Westumfahrung entscheide. Auch sei dies keine Entscheidung für oder gegen den Bau einer Umfahrung.

Im September 2010 soll eine weitere Verkehrszählung erfolgen, um festzustellen, ob sich die Situation durch die neue B 19 so verändert hat, wie dies in der Prognose vorausgesagt wurde. Bürgermeister Thomas Hartmann lobte das Engagement der 20-köpfigen Projektgruppe, die Ideen einbrachte. (hä)

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