Kaminwerk
Neue Saison des Memminger Kaminwerks beginnt

Nach gut sechs Wochen Sommerpause startet das Memminger Kaminwerk in die neue Saison. Ausgestattet mit einem neuen Betreibervertrag bietet das Kulturzentrum die gewohnte Mischung aus Musik, Kino, Kabarett und Lesungen.

Ob Mundart-Pop mit Claudia Koreck (29. Oktober), Classic-Rock mit Manfred Mann (16. Dezember), Dancehall/Reggae beim X-Mas-Juggle (25. Dezember), Mittelalterklänge mit Faun und Vermaledeyt (26. November) oder Heavy Metal mit U.D.O. (10. Dezember) - die musikalische Bandbreite ist äußerst groß.

Dazu kommen noch jede Menge Filme, Kabarett und Lesungen mit Stars wie Harry Rowohlt (23. November), Gerhard Polt (22. April) oder Alfred Dorfer (11. März). Außerdem werden im Frühjahr die Spin Doctors (<< Two princes >>) zu Gast sein.

Doch trotz des bunten Programms läuft aus Sicht der Betreiber nicht alles rosig. << Wir haben zwar einen neuen Betreibervertrag unterschrieben, finanziell hat sich aber an der Ausstattung des Kaminwerks nicht viel verändert >>, erklärt Vorsitzender Matthias Ressler.

Es sei sehr schade, dass der Stadtrat dem gemeinsamen Vorschlag von Stadtverwaltung und Kaminwerk nicht gefolgt sei. << Für uns ist das unverständlich, da wir den Stadträten in vielen Stunden unsere schwierige Situation erklärt haben >>, sagt Ressler. Das Kaminwerk werde von vielen immer noch als reiner Verein gesehen.

<< Das ist Quatsch. Wir haben den Verein zwar als Konstrukt, aber ein Kulturzentrum mit 100 bis 120 Veranstaltungen pro Jahr kann man nicht in Vereinsstrukturen führen >>, so der Vorsitzende. << Wenn ein Musikverein jedes Wochenende ein Dorffest organisieren müsste, wäre es bald vorbei mit dem Vereinsleben. >> Im bundesweiten Vergleich mit anderen Kulturzentren stehe das Kaminwerk schlecht da.

Während üblicherweise circa zwei Drittel der Kosten vom Staat übernommen würden, komme man in Memmingen auf ein Drittel. << Da kommt es einem schon wie Hohn vor, wenn man zu hören bekommt, man solle besser wirtschaften. Woanders laufen viel mehr Bildungs- und Betreuungsangebote für Jugendliche in den Kulturzentren, wir können uns das nicht leisten >>, so Ressler.

<< Lobby fehlt >>

Dem Kaminwerk und seinem Publikum würde einfach die nötige Lobby in Memmingen fehlen. << Dabei sollte man doch längst erkannt haben, wie wichtig es ist, sich um Jugendliche und junge Erwachsene zu kümmern >>, ist der Vorsitzende überzeugt.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen