Verkehr
Neue Regeln im Stadtpark

Im Lindenberger Stadtpark wird es eine neue Verkehrsregelung geben. Zwei Gehwege - den Richtung Heinrich-Brauns-Straße und einen von der Sedanstraße weg - werden für Radler freigegeben. Sie dürfen dort fahren, müssen dabei aber Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Stadtrat gefasst.

Der Geh- und Radweg von Scheidegg nach Röthenbach führt mitten durch den Stadtpark. Die Wege drumherum sind freilich reine Gehwege. In der Praxis schuf das Probleme: Radler hatten keinen Möglichkeit von der angrenzenden Heinrich-Brauns- oder der Sedanstraße auf den Radweg zu kommen, zumindest nicht ohne abzusteigen oder gegen die Verkehrsregeln zu verstoßen. Auf das Problem hatte ein Anwohner in der Bürgerfragestunde des Stadtrates aufmerksam gemacht. Die Grünen formulierten daraus einen Antrag, jetzt kam das Thema in den Stadtrat. Dort fand sich eine breite Mehrheit für die Änderung.

Stefan Bihler sprach mit Blick auf den Zustand von einer «seltsamen Situation». Eine Zu- und Abfahrt auf den wichtigen Radweg sei nicht möglich, und das obwohl es auf dem Gelände 50 Jahre lang einen kombinierten Geh- und Radweg gegeben habe. Auch der «bekennende Radler» Dr. Friedrich Haag machte sich für eine Änderung stark. «Die Wege werden einfach schon von Radlern benutzt». «Als nicht praktikabel» stufte Helmut Wiedemann die jetzige Regelung ein. Er regte zudem eine Beschilderung, die Radler den Weg aus dem Stadtpark ins Zentrum weisen. Für «nicht zumutbar» hält Thomas Kühnel die bisherige Regelung für Radler. «Zu 90 Prozent ist nicht einmal ein Fußgänger auf dem Weg und der Radler soll schieben. Das macht niemand».

Nicht entschieden ist, was mit der Rampe passiert, die von der Sedanstraße hinab zum Geh- und Radweg führt. Radler müssen dort absteigen. Die Polizei sei aus Gründen der Verkehrssicherheit strikt dagegen, die Rampe für Radler freizugeben, erklärte Thomas Geiger, Leiter des Ordnungsamtes. Thomas Kühnel kann sich dagegen zumindest eine Freigabe für Radler bergauf vorstellen. Anfangs hätten die Radler die Rampe in beiden Richtungen nutzen dürfen. Und das habe problemlos funktioniert. Die Verwaltung will jetzt über die Rampe noch einmal mit der Polizei reden. Hat sie Bedenken, Radler auch das Bergauffahren zu erlauben, will Bürgermeister Zeh an der jetzigen Regelung festhalten. Er werde keinen Beschluss vollziehen, bei dem die Stadt bei Unfällen haftungsrechtliche Probleme bekomme, kündigte der Rathauschef an.

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