Obergünzburg
Neue Regeln für Hundehalter

Unter Leitung des zweiten Bürgermeisters Herbert Heisler tagte der Obergünzburger Marktrat erstmals in neuer Saalbestuhlung und musste sich gleich mit zwei neuen Verordnungen befassen. Sie betrafen die Hundehaltung und die Plakatierung.

Gemeindeamtsleiter Matthias Rieser stellte den Entwurf zur geplanten Hundehaltungsverordnung vor. Demzufolge werden Hundehalter anhand geltenden Rechts in Obergünzburg, Ebersbach und Willofs unter anderem dazu verpflichtet, ihre Tiere von Kinderspielplätzen, Schulhöfen, Kindergärten, Freibädern und Sportanlagen fernzuhalten. Auch ein Mitführen an der Leine ist dann in diesen Bereichen nicht mehr gestattet.

Darüber hinaus müssen künftig große Hunde (ab 50 cm Schulterhöhe) und Kampfhunde innerhalb geschlossener Ortslage auf öffentlichen Plätzen und Straßen angeleint werden. Ausnahmen gelten für Blinden- und Arbeits- beziehungsweise Rettungshunde. Ordnungswidrigkeiten werden mit einem Bußgeld zwischen fünf und 1000 Euro belegt.

Drei Gegenstimmen

Die Meinungen dazu waren im Marktrat geteilt. Während Markträte wie Max Schwarzer, Florian Ullinger und Nicola Paolini bedauerten, dass die Verordnung ausgerechnet landwirtschaftliche Flächen und Spazierwege nicht berücksichtigen könne und kaum zu überwachen sei, sahen andere darin ein Plus für die Rechtssicherheit. Am Ende wurde die Hundehaltungsverordnung mit 14 zu 3 Stimmen beschlossen. Sie tritt ab 1. Oktober in Kraft.

Deutlich knapper mit neun zu acht Stimmen setzte sich im Anschluss die neue Plakatierungsverordnung durch. Um «wildes Plakatieren» ortsfremder Veranstalter künftig einzudämmen, sollen in Obergünzburg an drei Standorten, in Ebersbach und Willofs an je einem Standort Anschlagflächen ausgewiesen werden.

Nach erfolgter Genehmigung durch die Marktgemeinde können dann Vereine, Veranstalter und Gewerbetreibende Plakate anbringen, die sie dann auch wieder entsorgen müssen. Wahlwerbung ist von dieser Regelung ausgenommen.

Ortsbild schützen

Zahlreiche Markträte kritisierten die damit verbundene Bürokratie und befürchteten eine Benachteiligung örtlicher Vereine und Gewerbetreibender. Andere sahen in der Verordnung die einzige Möglichkeit, das Ortsbild vor Plakatierungen für teilweise weit entfernte Veranstaltungsorte zu schützen. Beschlossen ist die Plakatierungsverordnung nun zwar, aber der Termin ihres Inkrafttretens blieb offen.

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