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Einbahnstraße
Neue Regel in der Hauptstraße verunsichert Verkehrsteilnehmer - Tipps

Radfahrer entgegen der Einbahnrichtung in der Hauptstraße - die neue Verkehrsregelung sorgt für Gesprächsstoff in der Stadt. «Es ist Unsicherheit vorhanden. Wir spüren das deutlich», sagt Hauptamtsleiter Roland Kappel. Anlass für Polizei und Stadtverwaltung in einem Pressegespräch auf Regeln und Gefahrenpunkte aufmerksam zu machen. «Augen auf und Fuß vom Gas», lassen sich die Ratschläge von Roland Kappel und Joachim Littau, Verkehrsfachmann der Lindenberger Polizei, zusammenfassen.

An einigen Stellen der Hauptstraße ist auf der Fahrbahn eine Radspur mit weißer Farbe markiert. Um einen Radweg handelt es sich dabei nicht. Die Markierungen haben «nur den Sinn, im Kreuzungsbereich auf entgegenkommende Radler hinzuweisen», so Littau.

Rechtsfahrgebot Grundsätzlich gilt auf deutschen Straßen das Rechtsfahrgebot - auch für die Radler in der Hauptstraße. Und zwar sowohl für diejenigen, die von Bayernland abwärts radeln als auch diejenigen, die vom Hutmacherplatz stadtaufwärts fahren.

Gefahrenpunkte Die Polizei sieht vor allem drei «Knackpunkte», bei denen sie Radler und Autofahrer zu besonderes Vorsicht rät: Grundstücksausfahrten, Laster, die entladen werden und Parkplätze an der linken Straßenseite. Ein Gefahrenpunkt seien die Parkplätze vor der Sparkasse. Dort haben Autofahrer beim rückwärts Ausparken selten freie Sicht.

Unübersichtlich ist die Lage auch entlang der Stadtpfarrkirche. Dort verengen parkende Autos - die dort eigentlich gar nicht stehen dürften - die Fahrbahn. Radler und Autos kommen deshalb oft kaum aneinander vorbei.

Kreuzungen Durch die neue Regelung müssen Autofahrer jetzt beim Abbiegen auch nach rechts schauen. Problematisch für Radler hält die Polizei das Queren des Hutmacherplatzes in die Hauptstraße. Grund: Die Kreuzung ist unübersichtlich.

Linksabbieger Wer links abbiegt, muss grundsätzlich die Vorfahrt beachten. Beispiel Schickle-Kreuzung. Wer hier mit dem Auto nach links in die Sedanstraße will, muss Radlern, die der Hauptstraße über die Kreuzung folgen, Vorfahrt gewähren.

Fußgänger Sie konnten sich bisher darauf beschränken beim Queren der Hauptstraße nach rechts zu blicken. Das gilt nicht mehr. Radlern rät Littau «Augen auf» und im Zweifel zu klingeln, um Fußgänger auf sich aufmerksam zu machen.

Tempo 20 Bereits seit ein paar Wochen gilt Tempo 20 in der Hauptstraße. Das sei zwar nicht Voraussetzung, um Radler entgegen der Einbahnrichtung durch die Straße fahren zu lassen, aber durchaus sinnvoll, so Littau. «Der Verkehr wird gebremst». Die Tempobeschränkung gilt im übrigen auch für Radler und zwar in beiden Fahrtrichtungen. Um Autofahrer auf ihre Geschwindigkeit aufmerksam zu machen, wird die Stadt in den nächsten Wochen ein zusätzliches mobiles Tempomess- und anzeigegerät der Verkehrswacht einsetzen.

Dunkelheit In der Dämmerung und nachts sieht Littau besondere Gefahren für Radler in der Einbahnstraße. Er rät deshalb dringend zu Licht am Rad.

Kinder Buben und Mädchen der Grundschule werden sich künftig beim Unterricht in der Jugendverkehrsschule theoretisch und praktisch mit der neuen Regelung in der Hauptstraße beschäftigen.

Miteinander Grundsätzlich bitten Stadt und Polizei Autofahrer, Radler und Fußgänger um ein «Miteinander». Littau weist in dem Zusammenhang auf eine Grundregel im Straßenverkehr hin. «Kraftfahrer haben in jedem Fall eine Gefährdung anderer auszuschließen».

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