Kempten
Neue Leitstelle geht noch heuer in Betrieb

Noch heuer geht die neue Integrierte Leitstelle für das gesamte Allgäu mit Ausnahme des Landkreises Unterallgäu und Memmingen in Betrieb. Allerdings zunächst noch ab Mitte Dezember in einer ersten Stufe nur für das Feuerwehrwesen.

Ab Mitte März sollen dann auch sämtliche Rettungsdienst-Einsätze und Krankentransporte über die neue Integrierte Leitstelle unter dem Dach der Kemptener Feuerwache abgewickelt werden. Wie berichtet, war die Trägerschaft dieser neuen Zentrale der Stadt Kempten übertragen worden.

Beim Aufbau der neuen Struktur und der Einrichtung der Leitstelle liege man voll im Zeitplan, betonte Wolfgang Klaus, Rechtsreferent der Stadt Kempten, gestern in der Sitzung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu.

Bayernweit werden insgesamt 25 neue Integrierte Leitstellen für das Rettungs- und Feuerwehrwesen gebildet. Im bayernweiten Vergleich liege das Allgäu auf Platz acht, sagte Klaus.

22 Kilometer Kabel

Die Gesamtkosten für Bau und Einrichtung der neuen Integrierten Leitstelle und der über Jahre angelegten notwendigen Mitarbeiter-Qualifizierung liegen bei rund 3,1 Millionen Euro.

Bei der Einrichtung der Leitstelle mussten allein 22 Kilometer Kabel in den Zwischenböden verlegt werden - beispielsweise für Computer, Funk- und andere Telekommunikationsanlagen. Im Laufe der Bauzeit und der Umstrukturierung ergab sich keine Verteuerung gegenüber den Kostenvoranschlägen. Dafür lobte der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser ausdrücklich das federführende Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Kempten.

1200 Stunden Ausbildung

Um die Mitarbeiter in der neuen Integrierten Leitstelle sowohl im Feuerwehr- als auch im RettungsdienstBereich fit zu machen, wurden alle rund 1200 Stunden zusätzlich qualifiziert.

Für den Bürger wird sich bis auf Weiteres eigentlich nichts ändern. Allerdings wird es irgendwann einmal nur noch die 112 als zentrale Telefon-Notrufnummer geben. Doch über einen langen Zeitraum wird wohl auch die jetzige Rettungsdienst-Nummer 19222 noch geschaltet bleiben.

Mehr Bergeinsätze

Im vergangenen Jahr registrierte die Kemptener Rettungsleitstelle eine deutliche Steigerung im Bereich der Bergrettung gegenüber dem relativ schneearmen Winter 2006/2007. Auch die Zahl der Wasserrettungen nahm laut Jahresbilanz 2008 leicht zu und erreichte mit 204 den höchsten Stand seit Jahren.

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