Marktoberdorf
Neue Infrastruktur für Ältere

«Je mehr Informationen wir von Ihnen bekommen, desto gezielter können wir auf Sie eingehen», bat Stadtbaumeister Peter Münsch die Marktoberdorfer bei einer Bürgerversammlung nur für die ältere Generation um Mitarbeit bei der Gestaltung ihrer Stadt. Ein Treffen in dieser Form gab es in Marktoberdorf zum ersten Mal und fast 90 Seniorinnen und Senioren waren der Einladung der Seniorenbeauftragten Jutta Jandl, der Behindertenbeauftragten Waltraud Joa und Bürgermeister Werner Himmer in den Rathaussaal gefolgt. Sichere Geh- und Radwege wünschten sich die Senioren, auch mehr altersgerechte Wohnungen in der Innenstadt wurden angesprochen. Jandl zeigte sich am Ende sicher, dass dieses Treffen nur ein Anfang gewesen sein kann und weitere folgen.

Mit der Erstellung des Ostallgäuer Seniorenkonzeptes hat die Politik im Landkreis bereits auf den demografischen Wandel reagiert und viele Handlungsfelder erkannt. Alexander Zoller, der federführend daran mitgearbeitet hat, stellte das Ergebnis anhand von Zahlen vor. Zum Beispiel wird sich die Zahl der über 80-Jährigen in den nächsten 25 Jahren von jetzt 1088 in Marktoberdorf auf 1810 fast verdoppeln. Das bedeute, dass mehr Menschen Pflege brauchten und verstärkt über alternative Wohnformen im Alter nachgedacht werden müsse.

Die deutliche Zunahme älterer Menschen heiße aber auch, dass die Infrastruktur in den Ortschaften ihren Bedürfnissen angepasst werden müsse: Das betreffe Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr ebenso wie den barrierefreien Umbau von Wegen, die Schaffung sozialer Treffpunkte, eine gute Erreichbarkeit von Geschäften und Ärzten und nicht zuletzt den auf Ältere spezialisierten Krankenhausbereich.

«Wohnen im Alter»

Das Thema «Wohnen im Alter» pickte sich Zoller als Schwerpunkt heraus. In den eigenen vier Wänden könnten baulich altersgerechte Anpassungen vorgenommen werden, als Wohnmodelle gebe es auch schon das betreute Wohnen, das Mehrgenerationenwohnen oder die Wohngemeinschaft für Senioren. In Schwangau entstehe gerade eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Und auch das Pflegeheim werde als eine der Wohnformen Bestand haben. Er wies auf die kostenlose Wohnraumberatung bei BRK und Caritas hin und riet, sich bei Nutzern alternativer Wohnformen zu informieren, bevor man selbst aktiv werde.

Mangelhaft geräumte Gehwege im Winter, in den Ferien geschlossene Turnhallen, hukelige Gehwege wie der entlang der Bahnhofstraße Höhe Polizei oder für Rollatoren zu hohe Bordsteine beklagten die Besucher. Auch das Problem Stellplätze im Zusammenhang mit Wohnungen in der Innenstadt wurde angesprochen.

Weitere Anregungen können Senioren anhand eines Fragebogens an die Stadt herantragen. Gesucht werden auch Interessenten für ehrenamtliche Tätigkeiten. Er liegt im Bürgerbüro im Rathaus aus.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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