Aitrang
Neue Hoffnung für die Friedenslinde

Aufatmen in Aitrang. Wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt gegeben, kommt nun ein zweites Gutachten zur Stand- und Verkehrssicherheit der Aitranger Friedenslinde zu dem Ergebnis, dass die 350-jährige Linde zum gegenwärtigen Zeitpunkt «als ausreichend stand- und bruchsicher eingestuft werden» kann. Damit widerspricht dieses Gutachten dem negativen Ergebnis einer ersten, im Mai eingeholten Untersuchung (wir berichteten).

«Die Linde kann nun doch mit großer Wahrscheinlichkeit erhalten werden», zeigte sich Bürgermeister Jürgen Schweikart erleichtert. Um ihren Erhalt auf lange Sicht zu sichern, fordert das Gutachten, den Standort und somit die Wachstumsbedingungen des Baumes zu verbessern. So müsse sowohl der durch Schmutz versiegelte Pflasterbelag oberhalb der Wurzelscheibe, als auch der Asphalt auf beiden Seiten der Linde durch einen wasserdurchlässigeren Belag ersetzt werden.

Weiterhin solle durch baumpflegerische Maßnahmen darauf hingearbeitet werden, langfristig eine vitale Sekundärkrone aufzubauen. Obwohl sich die deutliche Mehrheit des Rates über dieses Ergebnis erleichtert zeigte, wurde die Forderung nach konkreten Kostenangaben der notwendigen Straßenumbauten laut. Erst mit Vorlage dieser könne eine endgültige Entscheidung über den Erhalt der Linde fallen.

Weiterhin einigte sich der Rat darauf, sich auf Grundlage der aktuellen Ergebnisse mit der Bayerischen Versicherungskammer über die Fortsetzung des bislang vorhandenen Versicherungsschutzes abzustimmen. Zudem soll mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt über die Wiederaufnahme der Linde als Naturdenkmal verhandelt werden. Aufgrund des ersten Gutachtens hatte diese den Bescheid erteilt, die Linde nicht länger als Naturdenkmal aufzuführen.

Elbseeweg auf 300 Metern Länge über Steg führen

Zudem standen bei der Sitzung die Ergebnisse einer von den Gemeinden Aitrang, Unterthingau und Ruderatshofen in Auftrag gegebenen Untersuchung zum Elbseerundweg auf der Tagesordnung.

Hierbei ging es um die Frage, wie sich eine festgelegte Wanderroute am besten mit dem so genannten «Flora-Fauna-Habitat» (FFH), in dem der Elbsee liegt, vereinbaren lässt. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass der Weg zwar auf seiner ursprünglichen Route belassen werden sollte, gleichzeitig jedoch im Schilfbereich - und damit auf einer Länge von rund 300 Metern - mithilfe der Stegbauweise um circa 30 Zentimeter angehoben werden müsse. Nur so ließen sich Störungen entlang der Wegetrasse begrenzen. Weiterhin sollen eine schmale Wegführung sowie eingebaute Stufen verhindern, dass auch Radfahrer den Weg benutzen. Um sich ein Bild von der Stegbauweise zu machen, werden Vertreter der drei beteiligten Gemeinden eine derartige Konstruktion am 9. Oktober im «Leipheimer Moos» besichtigen.

Die Abstimmung über den neu ausgehandelten Stromliefervertrag zwischen der Gemeinde Aitrang und den Lechwerken (LEW) wurde auf die nächste Sitzung vertagt. Bis dahin soll in Erfahrung gebracht werden, ob Alternativen bei der Strom-anbieter-Wahl bestehen.

Zudem wurde auf Anfrage des Regionalen Planungsverbandes Allgäu beschlossen, die Konzentrationsfläche für Windkraftanlagen nördlich von Huttenwang beizubehalten, jedoch keine weiteren Flächen im Regionalplan auszuweisen.

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