Grünenbach
Neue Hoffnung für den Radweg

Erst vor einem Vierteljahr lehnten die Grünenbacher Gemeinderäte einen Radweg von Ebratshofen nach Harbatshofen als zu teuer ab - jetzt stand das Thema wieder auf der Tagesordnung. Verließen sich die Räte im April auf eine grobe Kostenschätzung, soll nun ein Ingenieurbüro für rund 6300 Euro die voraussichtlichen Baukosten errechnen. Liegen sie vor, wollen die Ratsmitglieder erneut entscheiden.

Zwei Auslöser gab es, die dazu führten, dass sich der Gemeinderat in Grünenbach innerhalb von nur drei Monaten erneut mit dem Radweg beschäftigte. Die seinerzeit vom Staatlichen Bauamt Kempten genannten möglichen Kosten basierten nicht auf einer Vor-Ort-Berechnung, sondern auf Erfahrungswerten und seien, so Bürgermeister Markus Eugler, zu hoch angesetzt. Zudem sei durch den konkret anstehenden Ausbau der Staatsstraße 1318 ein wesentlicher Teil des insgesamt 4,4 Kilometer langen Radweges von Grünenbach in den Ortsteil Ebratshofen gesichert. Zudem signalisierte das Bauamt, dass bei der ebenfalls anstehenden Sanierung der Staatsstraße 2001 zwischen der Einmündung der Staatsstraße 1318 oberhalb von Schönau und dem Stiefenhofener Ortsteil Harbatshofen ein ursprünglich nicht vorgesehener Radweg denkbar sei - wenn die Fortführung nach Ebratshofen gesichert ist. Andernfalls würden gerade einmal 700 Meter fehlen.

Von einer «einmaligen Chance» sprachen denn nicht nur Markus Eugler, sondern vor allem die Ebratshofener Vertreter im Grünenbacher Gemeinderat. Schließlich könne die Gemeinde auf eine Bezuschussung von bis zu 85 Prozent der Gesamtkosten hoffen. Zwischen Harbatshofen und Ebratshofen war die Staatsstraße 2001 vor einigen Jahren ohne Radweg ausgebaut worden. Seitens des Bauamtes ist in den nächsten «zehn bis 15 Jahren» (Eugler) keinerlei Aktivität an diesem Abschnitt zu erwarten.

Die derzeit hohen Zuschüsse ließen nicht nur Harald Osterberger von einer «Riesenchance» sprechen. Mahnende Worte kamen indes von Thomas Frommknecht: «Auch 15 Prozent Eigenanteil können zu viel sein».

Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, genaue Zahlen für eine endgültige Entscheidung auf dem Tisch haben zu wollen und vergaben den Planungsauftrag an das Ingenieurbüro.

Kommt der Radweg nicht zustande, bleibt die Gemeinde auf den Kosten von rund 6300 Euro sitzen. Folgt der Planung auch die Umsetzung, erhält die Gemeinde den Zuschuss von bis zu 85 Prozent auch auf diese Kosten.

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