Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Allgäu
Neue Erfahrungen und das erste eigene Geld

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Kempten/Oberallgäu l sh l Von Computern und Internet ist Florian Klubberg schon lange begeistert. Deshalb war für den 17-Jährigen nach seinem Realschulabschluss klar, dass es auch beruflich in diese Richtung gehen sollte. Also bewarb sich der Jugendliche bei der Deutschen Telekom - und bekam prompt eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker. Seit Dienstag ist Florian Lehrling - und damit einer von über 2500 neuen Azubis im Bereich der Kemptener Agentur für Arbeit. Und weil die Firmen trotz Wirtschaftskrise bei der Ausbildung nicht sparen, sind sogar etliche Stellen frei. Zurück aber zu Florian. Für den hat die Ausbildung mit etwas Angenehmem begonnen: Mit einem Aufenthalt im Schullandheim Balderschwang. Dort sollen sich die knapp 50 «Neuen», die heuer bei der Telekom in die Ausbildung starten, kennenlernen. Mit dabei ist auch Jessica Wölfel, die nach ihrem Abschluss an der Städtischen Realschule nun eine Kauffrau für Dialogmarketing wird. Die 17-Jährige ist gespannt auf die drei Ausbildungsjahre, die vor ihr liegen - und empfindet eines schon jetzt als «Lottogewinn»: das Azubi-Gehalt, das zum 1. September erstmals auf ihrem Kontoauszug stand. Nicht zu vergessen das «Gefühl der Unabhängigkeit» in diesem neuen Abschnitt ihres Lebens.

Und was wünscht sich ihr Ausbildungsleiter, Diplom-Ingenieur Beppo Haf? «Dass die neuen Azubis offen, engagiert und verantwortlich mit den neuen Herausforderungen umgehen.» Eine neue Herausforderung - die hat auch Vanessa Kiefner gesucht. Die 19-Jährige hatte nach dem Schulabschluss im Hauptschul-M-Zweig zuerst eine Ausbildung zur zahnmedizinischen Angestellten absolviert. Weil sie aber eigentlich lieber etwas mit Autos machen wollte, entschied sie sich, nochmal die Schul- und Lehrbank zu drücken.

Deshalb ist sie seit Dienstag eine von 14 neuen Azubis beim Autohaus Allgäu. Ausgebildet wird Vanessa zur Automobilkauffrau - und hat damit von der Buchhaltung bis hin zum Lager und Verkauf mit allen Verwaltungsdingen im Autohaus zu tun.

Und wie erleichtert man neuen Lehrlingen den Start in die Ausbildung? «Indem man versucht, die ersten Tage etwas lockerer zu gestalten und ein angenehmes Klima zu schaffen», sagt Ausbilderin Roswitha Obermayer. Es sei wichtig, den jungen Menschen die Begeisterung für die Arbeit zu vermitteln. Gerade die Lehrlinge, die frisch von der Schule kämen, seien sehr nervös. Was für Vanessa, den «alten Hasen» in Sachen Ausbildung, natürlich nicht in diesem Maß gelte.

Florian, Jessica, Vanessa - diese drei haben ihre Traumausbildung schon gefunden.

Und was ist mit denen, die bislang leer ausgegangen sind? «Die sollten sich schnell an einen Berater der Arbeitsagentur wenden - denn es gibt in der Gegend noch über 500 freie Ausbildungsplätze», sagt Sprecher Reinhold Huber. Und warum ist das so? Weil, so verrät die Statistik, heuer die Zahl der Ausbildungsplätze (3411 Stellen) ein Prozent höher ist als 2008. Zugleich sei die Zahl der Bewerber um zwölf Prozent gesunken. Mehr Ausbildungsplätze trotz Wirtschaftskrise? Dafür gibt es laut Industrie- und Handelskammer einen Grund: Die Firmen hoffen auf den Aufschwung - und um dann nicht mit zu wenigen Fachkräften da zu stehen, bilden sie kräftig aus.

Wie das aussieht, gibt es bei uns im Internet zu sehen. Denn dort veröffentlichen wir unter

die Bilder von den neuen Lehrlingen der Unternehmen. Wer seine Auszubildenden dort ebenfalls präsentieren will, schickt ein Foto sowie eine kurze Beschreibung an die Adresse bilder@all-in.de

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