Lindenberg
Neue Doppelspitze im «Alpenblick»

Nach elf Jahren Heimleitung im Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) «Alpenblick» ist Ingeborg Schwing Ende Juni in Altersteilzeit gegangen. Carmen Hueber und Heidemarie Bössow-Heinz leiten das Haus jetzt. Eberhard Gulde, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Schwaben hat die Doppelspitze in einem Pressegespräch vorgestellt.

«Das was wir suchten war schwierig in einer Person zu finden», sagt Gulde. Dass die Position von Ingeborg Schwing auf zwei Personen aufgeteilt werden würde, war ihm schon früh klar. «80 Prozent der Aufgaben von Ingeborg Schwing übernimmt jetzt Heidemarie Bössow-Heinz», so der Vorstandsvorsitzende. Er betitelt ihren Posten als «Hausdame»: «Sie ist Ansprechpartner für jeden hier im Haus.» Die gelernte Pflegekraft ist die Schnittstelle zwischen Angestellten und Bewohnern und organisiert vor Ort das gemeinschaftliche Leben im Seniorenheim, wie Gottesdienst, Singstunde oder Gymnastik. Ihre Hauptaufgabe sieht die 60-Jährige im Kontakt mit den Senioren. «Es ist ganz wichtig, dass die Bewohner das Gefühl haben, dass jemand da ist», meint Bössow-Heinz.

Zwei Jahre war sie Gesamtbetriebsratsvorsitzende bei der AWO. Davor arbeitete Bössow-Heinz 20 Jahre lang als pflegerische Fachkraft im Seniorenzentrum in Immenstadt, zuletzt unter der Leitung von Carmen Hueber. Mit dieser teilt sie sich nun die Heimleitung in Lindenberg.

«Unsere Zusammenarbeit hat sich bewährt», findet Hueber und sieht optimistisch in die Zukunft. Die 43-Jährige besetzt weiterhin die Führungsposition in Immenstadt. Zusätzlich übernimmt sie jetzt die Gesamtleitung im Seniorenheim «Alpenblick». «Ich bin zuständig für Controlling und Marketing», erzählt die Sozialwirtin und gelernte Altenpflegerin. Einmal wöchentlich kommt sie nach Lindenberg, ansonsten stehen Hueber und Bössow-Heinz in täglichem Telefonkontakt.

Die Zeit bis zum Dienstantritt von Bössow-Heinz Ende Juli habe das «Personal toll überbrückt», lobt Gulde. Allen voran Brigitte Stadler. Die Verwaltungsangestellte arbeitet seit 30 Jahren im Heim und kenne jeden Winkel. «Ich bin mit Leib und Seele Verwaltungskraft», erzählt Stadler. Die Leitung zu übernehmen, sei für sie aber nicht in Frage gekommen. «Ich bin froh, die Verantwortung wieder abgeben zu können.»

Der neuen Heimleitung liegt es am Herzen, das Potential des Seniorenheims sinnvoll zu nutzen. «Das Haus liegt ruhig und schön», meint Hueber. «Und aus jedem Zimmer hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Voralpenkette.» Einziges Manko seien die teils veralteten Räumlichkeiten. «Alle frei werdenden Wohnungen werden altersgerecht saniert», berichtet Gulde. Zwanzig Zimmer stehen noch aus.

Insbesondere geht es dabei um die Sanierung der Badezimmer. «Für viele Bewohner ist es schwierig die Badewannen zu benutzen», so Gulde. Deswegen wird in jeder Wohnung nun eine barrierefreie Dusche eingerichtet. Auch Personen mit Pflegestufe drei soll das Leben in einer eigenen Wohnung im Seniorenheim ermöglicht werden. «Die Bewohner sollen sich hier wohl fühlen und möglichst selbständig leben können», erklärt Hueber.

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