Eisstockschießen
Nervenstark im letzten Schub

Nichts für schwache Nerven war das Finale des am Samstag vom Kunsteisförderverein durchgeführten Eisstockturniers um die offene Lindenberger Stadtmeisterschaft. Mit ihrem letzten Schub machte Maria Pfanner vom Kurhaus-Team den dritten Seriensieg der Scheidegger auf dem Lindenberger Kunsteis perfekt. Das Nachsehen hatte die TVL Eishockey AH, die durch Pfanners nervenstark platzierten Schluss-Stock auf Platz 2 verwiesen wurde.

Auch im kleinen Finale hatten weitere Scheidegger Schützen nach etwa drei Stunden Spielzeit und leichten Minusgraden ihre mittlerweile ziemlich kalt gewordenen Nasen vorne. Das Team von Heizungsbau Fehr verwies die Lindenberger Jungunternehmer auf Platz 4 (Teilnehmer siehe Infokasten).

Wie schon im Vorjahr tummelten sich an die 100 Hobbysportler aus 20 Teams auf dem Lindenberger Kunsteis. Nicht zum ersten Mal auf dem Eis, aber erstmalig bei den Stadtmeisterschaften dabei waren die TSZ Handballfrauen Claudia Strohmaier, Elke Hocker, Gitti und Sabrina Schlachter sowie Marlene Roos.

«Nachdem wir im Handball alles gewonnen haben, fangen wir halt jetzt mit dem Eisstockschießen an», witzelte Elke Hocker, während Marlene Roos durch ihren Hinweis auf das erfolgreiche Abschneiden bei den Vereinsmeisterschaften nicht nur Zweckoptimismus zu verbreiten versuchte: «Da haben unsere zwei Damenteams einen 5. und einen 7. Platz unter immerhin zehn Mannschaften geholt.»

Das Team der Gymnasiallehrkräfte mit den beiden Sportlehrern Hugo Rädler und Florian Eberhardt, unterstützt durch Patrick Mark und Julia Eberhardt, bewies mit seinem 13. Platz Stehvermögen.

Im Gegensatz zum Vorjahr - damals holten sich die Lindenberger Lehrer mit Studienrätin Ingrid Wagner mathematische Verstärkung aus dem Lindauer Valentin-Heider-Gymnasium - verzichteten die Pädagogen heuer auf naturwissenschaftlich-technische Unterstützung. Hugo Rädler: Wir haben vor einem Jahr so schlecht geschossen, da nützte uns auch eine Mathematikerin nichts mehr.»

Eine gewisse Ähnlichkeit des Eisstockschießens mit ihrem eigentlichen Spielgerät haben die Mitglieder des Röthenbacher Billardclubs festgestellt. Auch wenn die grazil anmutende Queue-Technik des Billards und das eher grobschlächtige Aufeinanderprallen der stählernen Eisstockringe auf den ersten Blick nur wenig gemeinsam haben, zeigte der in beiden Sportarten bewanderte Röthenbacher Bernhard Hiss Gemeinsamkeiten auf: «Die Eisstöcke sind doch nichts anderes als große Kugeln - wir wissen also genau, wie wir anschneiden müssen.» (sen)

Fotos der Veranstaltung unter

www.eisplatz-lindenberg.de

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