Pfronten / Nesselwang
Natur und Sport ohne Grenzen

Ein Gemeinschaftsprojekt des Waldseilgartens Höllschlucht in Pfronten-Kappel und des Trendsportcenters Allgäu in Nesselwang verbindet die beiden touristischen Einrichtungen: ein Bogenparcours. Und zwar «gemeindeübergreifend», wie Karl Schmid, Vorsitzender des Skiklubs Nesselwang hervorhebt. «Uns ging es um ein Angebot für die Region. Wir müssen vom Kirchturmdenken weg», erklärt Wolfgang Mayr, zusammen mit seinen Bergführerkollegen Thomas Osterried und Reini Blöchl Betreiber des Waldseilgartens Höllschlucht.

Am Sonntag, 2. August, wird der Parcours offiziell eröffnet. Er verläuft auf dem Kappeler Höhenweg und kann sowohl am Waldseilgarten als auch beim Trendsportcenter gestartet werden. Zwölf im Wald platzierte Tierattrappen nehmen die Bogenschützen unterwegs ins Visier, darunter Fuchs, Rehbock, Wildsau und Hirsch. Vorkenntnisse sind laut Mayr nicht erforderlich: «Wir wollten eine Natursportart mit geringen Einstiegshürden.» Bogenschießen sei leicht erlernbar. Erfahrungsmäßig steigere man sich im Laufe des Parcours.

Schon bei der Planung des Trendsportcenters war Schmid zufolge an einen Bogenparcours gedacht. «Wir haben das Projekt aufgeschoben, weil andere Aufgaben dringender waren. Deswegen waren wir froh, als der Waldseilgarten damit auf uns zukam», so Schmid. Das Konzept entwickelte der Waldseilgarten, die Figuren wurden gemeinsam angeschafft.

«Die Idee, in der Natur unterwegs zu sein und was Neues zu erleben, passt gut zum Waldseilgarten», erläutert Osterried.

Schon vor 15000 Jahren wurde der Bogen als Jagd- und Kriegswaffe gebraucht. Aus der archaischen Waffe hat er sich zum olympischen Sportgerät entwickelt und gewinnt immer mehr Anhänger. Der Wechsel zwischen Bewegung und Konzentration, zwischen Spannung und Entspannung macht laut Mayr den Reiz des Bogenparcours aus. Bogenschießen sei ein Sport für Körper und Geist.

Am Start beim Waldseilgarten in Pfronten-Kappel erhalten Interessierte eine Einweisung in die Sicherheits- und Schießtechnik. Zur Leihausrüstung, die im Preis inbegriffen ist, gehören ein Unterarmschutz und Tabs für die Finger. Auch Kinderbögen werden ausgeliehen. Kinder ab zehn Jahre können in Begleitung eines Erwachsenen, der nicht schießen muss, den Parcours benutzen.

«Die Ziele sind so platziert, dass niemand gefährdet werden kann. Uns kommt es nicht nur auf die Sicherheit an, sondern auch auf den Schutz der Natur», betont Mayr. Planen hinter den 3-D-Tierattrappen erleichtern das Auffinden der Pfeile und verhindern, dass Bäume beschädigt werden.

Eröffnung für geladene Gäste: Sonntag, 2. August, 11 Uhr im Waldseilgarten Höllschlucht bei Pfronten-Kappel. Ab 14 Uhr ist der Parcours öffentlich zugänglich.

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