Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Fischen
«Natur und Dorf stehen gleichwertig nebeneinander»

«Fischen, das NaturDorf»: So lautet die Marke, mit der der Urlaubsort künftig werben will. Bewusst werden dabei die Begriffe Natur und Dorf groß geschrieben, sollen sie doch gleichwertig nebeneinanderstehen. «Natur» sei gleichzusetzen mit dem sorgsamen, nachhaltigen und sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Dorf soll laut Bürgermeister Edgar Rölz für Leben, Verkehr, Feste, Vereine und Miteinander stehen. Der Gemeindechef präsentierte jetzt den Vermietern zusammen mit Kurdirektor Rolf Hans Huber Fischens künftige touristische Ausrichtung.

Huber stellte bei dieser Gelegenheit gleich klar: «Das, was sie hier sehen, ist noch keine Marke, das sind Bausteine.» Jetzt gehe es darum, die Produktlinien Aktiv, Gesundheit und Genuss inklusive Kultur mit Leben zu füllen. Dabei betonte vor allem Rathaus-Chef Rölz: «Das Ziel erreichen wir nur gemeinsam». Seine Zukunftsvision: Die Stärken von Fischen sollen den Ferienort, getragen von den Bürgern wie Gastgebern und ergänzt durch neue Projekte, voranbringen .

Wie dies konkret umgesetzt werden kann, erläutert Kurdirektor Huber im Gespräch mit dem Allgäuer Anzeigeblatt. Er führt nach eigener Aussage derzeit Verhandlungen mit heimischen Ärzten und versucht, sie als Partner zu gewinnen. Die Idee: Unter dem Stichwort «Medical Wellness» kommt der Kurgast nach Fischen, und ein Arzt entwickelt für ihn ein Kurprogramm.

Die verschriebenen Anwendungen übernehmen dann sowohl private Anbieter als auch die gemeindliche Kurmittelabteilung.

Huber will aber auch die FerienPauschalangebote weiter ausbauen. Seit Anfang des Jahres bietet das Hörnerdorf die Produkte «Genussradeln» und «Genusswandern» an. Derzeit machten rund 20 Anbieter mit. Weitere sollen gewonnen werden. Dem Kurdirektor liegt zudem die Qualitätsverbesserung am Herzen. «Es kann nicht sein, dass wenige schwarze Schafe den Ort in Verruf bringen», betonte er vor der örtlichen Tourismus-Branche. Hubers Wunsch ist es, das sich möglichst alle Betriebe klassifizieren lassen. Zwei Mitarbeiter der Kurbetriebe suchen deswegen gezielt Gästehäuser und Hotels auf, um deren Eigentümer zu beraten.

Laut dem Kurdirektor muss zudem die örtliche Gästekarte aufgewertet werden. Die Frage sei hier: Wollen die Fischinger eine Pauschale, die grundsätzlich Bereiche wie den Nahverkehr, die Kurtaxe und andere Nebenkosten einschließt? Oder ist ein Baukastensystem sinnvoller, aus dem jeder auswählt, was er individuell benötigt? Hubers Ziel: Noch im September soll eine Arbeitsgruppe einberufen und eine breite Meinung eingeholt werden.

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