Narrensprung
Narrensprung: Brille des Berkheimer Bürgermeisters geht nach Bonbon-Volltreffer zu Bruch

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Ausgelassene Stimmung herrschte beim großen Narrensprung am Samstag in Tannheim. Eingeladen zum Umzug hatte wieder die Narrenzunft Tannheim mit ihren beiden Maskengruppen «Daaschora-Weibla» und «Stockmahdbohle».

Bei trockenem und Temperaturen im einstelligen Bereich zog es über 5000 Besucher ins Illertal, um beim närrischen Spektakel dabei zu sein. Laut Veranstalter reisten heuer auffallend viele Zuschauer mit der Bundesbahn an.

Pünktlich um 14 Uhr startete der närrische Lindwurm durch die Gemeinde. Angeführt von der gastgebenden Zunft zogen über 60 Narrenvereine, Zünfte, Fuß- und Musikgruppen aus umliegenden Gemeinden und dem Allgäu gut eineinhalb Stunden lang durch Tannheims geschmückte Straßen. Mächtig auf die Pauke haute dabei der Musikverein Tannheim - und sorgte so beim Publikum für die passende musikalische Einstimmung auf das Faschingstreiben.

Wie es sich für einen Narrensprung gehört, trieben die Verkleideten allerhand Späße mit den Zuschauern. Besonders die Stadtbachexen aus Memmingen gingen mit dem Konfetti großzügig um, manch ein «Eingeseifter» fand da vermutlich noch am Abend beim Ausziehen größere Mengen der bunten Papierschnipsel in der Unterwäsche wieder. Die «Krettenmacher» aus Dettingen hatten einen drehbaren Korb dabei, in dem vor allem junge Damen in den Genuss einer schwindelerregenden Karussellfahrt kamen. Viele Narren belohnten die eingeforderten Schlachtrufe mit einer süßen Überraschung.

Einen echten - wenn auch unbeabsichtigten - Volltreffer landete ein Narr mit einem Bonbon auf der Brille von Berkheims Bürgermeister Michael Sailer: der muss sich heute beim Optiker ein neues Glas für seine Sehhilfe besorgen.

Großen Beifall gab es natürlich für die wagemutigen Hexenpyramiden, besonders auch für die des Narrensamens der «Fasnetfreunde Mooshausen». Fast alle Narrenvereine konnten mit eigenem Nachwuchs aufwarten, deshalb braucht man sich wohl auch in Zukunft keine Sorgen um das närrische Brauchtum zu machen.

Wer nach dem Umzug noch nicht genug hatte, schwang im Dorfgemeinschaftshaus Tannheim und bei der Feuerwehr noch stundenlang das Tanzbein.

Narrengottesdienst kommt an

Viel Anklang hatte auch der morgendliche Narrengottesdienst bei allen Besuchern gefunden: Dabei wurde deutlich, dass die Fasnacht ganz eng mit der Kirche verbunden ist.

 

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