Wiedergeltingen
«Nahtstelle»zur Alltagswelt

Das Erntedankfest hätte als Zeitpunkt für die Segnung des restaurierten und neu gestalteten Pfarrstadels von St. Nikolaus in Wiedergeltingen nicht passender gewählt werden können, zudem war der Anlass bedeutend genug, Weihbischof Dr. Anton Losinger für diese Aufgabe gewinnen zu können. Und so erlebten die Gemeinde und vor allem die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Helfer des Bautrupps um Kirchenpfleger Anton Weißenhorn ein Fest, das unvergesslich bleiben wird.

In seiner Predigt zitierte der Bischof den Satz aus dem 18. Kapitel des Matthäus-Evangeliums: «Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.» Er bezog den Satz auf den öffentlich wieder zugänglichen Pfarrstadl als erweiterten Kirchenraum. Die Kirche benötige heute stärker als früher an der Nahtstelle zur Alltagswelt eine «Begegnungsfläche», wo man ins Gespräch kommen oder auch beraten könne.

Am Ende des Gottesdienstes bedankten sich Kirchenvorstandsvorsitzende Regina Besch und ihr Stellvertreter Stefan Haider bei Anton Weißenhorn als Repräsentant des Bautrupps für den außerordentlichen Einsatz. Er ließ noch einmal die Geschichte des wieder erweckten Stadels Revue passieren. Angefangen hatte sie vor neun Jahren nach der Erhaltungssanierung des Gebäudes und der Frage seiner künftigen Nutzung.

Der angedachte Ausbau zu einem Pfarrheim wie andernorts hätte nach Architektenschätzung 380000 Euro gekostet. Da dorthin kein Weg führte, beschlossen Anton Weißenhorn und sein unbeirrbares Team, die Sache buchstäblich in die eigene Hand zu nehmen. Ganz ohne Geld ging es jedoch nicht. Die Diözese, eine Spende des Pfarrgemeinderats und ein Zuschuss der Gemeinde Wiedergeltingen trugen zum Gelingen bei. Gleiches gilt für ortsansässige Firmen, die das ehrgeizige Projekt mit Sachspenden und unentgeltlichen Dienstleistungen unterstützten. Mit insgesamt 120000 Euro direkter Baukosten konnte es realisiert werden.

Über seine Funktion als Begegnungsstätte hinaus beheimatet der Pfarrstadel das mit viel Aufwand gestaltete Dorfmuseum und den in den 1930er Jahren entfernten und nun wieder restaurierten Kreuzweg.

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