Mülltrennung
Nächster Schritt in Sachen Blaue Tonne im Landkreis Unterallgäu

Rund ein Jahr ist es her, dass die Mitglieder des Unterallgäuer Kreisauschusses die Kreisverwaltung damit beauftragt haben, die Einführung der Blauen Tonne vorzubereiten. Am kommenden Montag steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Kreis-Umweltausschusses. In der Sitzung geht es um die Ausschreibung der Dienstleistung, die das Einsammeln, den Transport sowie die Vermarktung des Altpapiers beinhaltet.

'Die Frage ist nicht, ob die Blaue Tonne kommt, sondern wer sie aufstellt', sagte Landrat Hans-Joachim Weirather vor einem Jahr. 'Wenn wir nichts tun, geben wir das Thema aus der Hand', so der Landrat. In seinen Augen bliebe dem Landkreis keine andere Wahl, wenn er verhindern wolle, dass sich gewerbliche Anbieter lukrative Gebiete herauspicken und zudem in Konkurrenz zu den sammelnden Vereinen treten.

Im Rahmen eines Pressegesprächs bezog sich Weirather jetzt auf eine Pressemitteilung von Umweltminister Norbert Röttgen. Darin heißt es sinngemäß: Wenn eine Kommune die Altpapiersammlung nicht selbst in die Hand nimmt, müsse sie hinnehmen, dass dies von privater Seite geschieht. Das will der Landrat unbedingt verhindern.

Bisher erfasst der Landkreis über die Wertstoffhöfe rund 9000 Tonnen Altpapier im Jahr. Je Einwohner sind das im Schnitt 67 Kilogramm, so der Leiter der Abfallfallwirtschaft Anton Bauer. Da sei noch Potenzial nach oben. Der bayernweite Durchschnitt habe im Jahr 2009 bei 82 Kilogramm je Einwohner gelegen. Es gebe Gebietskörperschaften, die bringen es pro Jahr und Kopf gerade mal auf 38 Kilogramm; in anderen kämen bis zu 136 Kilogramm zusammen. Bauer hofft, dass mit Einführung der Blauen Tonne im Kreis auch das Altpapier jener erfasst wird, die es bisher weder zum Wertstoffhof bringen, noch den Vereinen geben.

Vereinen nichts wegnehmen

Weirather sagt, dass man den Vereinen möglichst nichts wegnehmen will. Deshalb soll die 240-Liter-Altpapiertonne, die voraussichtlich grau sein wird und einen blauen Deckel bekommt, nicht aktiv beworben werden, so der Landrat.

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