Allgäu
Nachwuchsarbeit nimmt wichtige Rolle ein

Mit dem Musikverein Ebersbach endet die AZ-Serie, in der Obergünzburger Vereine im Porträt vorgestellt wurden. Die AZ-Mitarbeiterin Martina Fischer befragte Vorsitzenden Christian Reitebuch: Welche Ziele verfolgt der Verein?

Die Mitgestaltung des kulturellen und kirchlichen Dorflebens steht im Vordergrund. Ebenso die Ausbildung junger Musiker.

Welche Höhepunkte gab es in der Vereinsgeschichte?

Die Verleihung der Pro Musica Plakette am 5.Mai 1970 für das 150-jährige Bestehen der Musikkapelle Ebersbach durch den damaligen Innenminister Bruno Merk. Weiterer Höhepunkt war die 175-Jahrfeier 1987. Höhepunkte sind immer auch unsere Jahreskonzerte. Zum 200jährigen im Jahr 2012 wird es sicherlich wieder einige Höhepunkte geben, die bereits jetzt die ersten Vorbereitungen benötigen.

Welche Nachwuchsarbeit wird im Verein geleistet?

Zur Zeit haben wir neun Holz- und Blasmusikschüler in Ausbildung. Für die Jungmusiker haben wir seit Neuestem die Möglichkeit geschaffen, gemeinsam in einer Kapelle zu spielen, gemeinsam mit den Jugendlichen aus Ronsberg. Leider springen uns andere Jugendlichen nicht gerade Türen ein, um bei uns ein Instrument zu erlernen. Aber da wir viele Kinder und Jugendliche erreichen wollen, führen wir zur Schülerwerbung sogenannte «Schnupperhupen» in unserem Probenraum durch. Es besteht die Möglichkeit, ein Instrument vom Verein zu leihen. Grundsätzlich möchte ich hier noch erwähnen, dass jedes interessierte Kind ab etwa neuen Jahren aus Ebersbach, aber auch aus der Umgebung oder dessen Eltern gerne mit mir Kontakt aufnehmen können.

Konkurrenz wie beim Sport gibt es in der Musik nicht

Gibt es Konkurrenz zu anderen Musikvereinen?

Konkurrenz wie beim Sport gibt es bei der Musik eigentlich nicht. Vielmehr gibt es ein ungeschriebenes Gesetz für alle Musikanten, das besagt, dass alle Musikanten untereinander, egal woher, immer per «Du» sind. Bei der Gelegenheit möchte ich auch unsere «Partnerschaft» mit dem Musikverein 1905 Oberwöllstadt aus Hessen erwähnen, die mittlerweile schon über 25 Jahre anhält und durch gegenseitige Besuch immer wieder vertieft wird. So werden wir Anfang Oktober wieder nach Hessen fahren.

Gibt es Konkurrenz zu anderen Vereinen innerhalb Ebersbachs?

Heute scheint es ein viel größeres Freizeitangebot zu geben als früher. Wir haben festgestellt, dass manche Hobbys einfach nicht miteinander zu vereinen sind, da es allein schon viele zeitliche Überschneidungen gibt. Sowohl bei den Probeterminen/Trainingsstunden an den Wochentagen, aber auch bei den Veranstaltungen/Wettkämpfen am Wochenende. Die gleichzeitige aktive Zugehörigkeit zur Blaskapelle und zum Fußballverein z.B. ist sehr schwierig. Aber dennoch empfinden wir uns gegenseitig nicht als Konkurrenz. Im Gegenteil, alle ortsansässigen Vereine arbeiten intensiv zusammen.

Was bedeutet es, im Vorstand eines Vereines aktiv zu sein?

Es ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Alle Fäden laufen bei der Vorstandschaft zusammen. Das Ehrenamt hat heutzutage auch sicherlich nicht mehr so einen hohen Stellenwert. Der Leistungsdruck hat inzwischen auch die Vereine erreicht. Da sich ja viele Vereine durch Veranstaltungen finanzieren, um auch weiterhin zu bestehen, muss man immer wieder nach Neuem, Interessanten und Besserem Ausschau halten. Leider wird es den Veranstaltern von Seiten der Gesetzgebung manchmal nicht wirklich leicht gemacht. Auflagen, die sicherlich auch notwendig sind, können so zum Hindernis werden. Ich möchte nur das Thema Jugendschutz ansprechen. Hier wird dem Veranstalter auferlegt, was er alles zu beachten hat und für was und wen er haftet, die Eltern aber bleiben außen vor.

Warum engagieren Sie sich gerade für diesen Verein?

Zu diesem Ehrenamt kam ich eher zufällig und durch verschiedene Umstände. Da ich aber schon immer viel für das Dorfleben und für das Vereinsleben im Allgemeinen übrig hatte, fällt es mir umso leichter mich für einen Verein «mehr» einzusetzen.

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