Nachhaltig positive Entwicklung

Westallgäu/Lindau | mbr | Die Arbeitslosenzahl im Kreis ist im Dezember leicht gestiegen, rein saisonal bedingt, wie Albert Thumbeck, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Lindau, festhält. Nach wie vor ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes sehr erfreulich: Die Arbeitslosenquote im November liegt mit 3,8 Prozent einen halben Prozentpunkt unter der Vorjahresquote.

'Was anfangs viele für ein Strohfeuer auf dem Arbeitsmarkt gehalten haben', sagt Thumbeck, 'hat sich als nachhaltig positive Entwicklung erwiesen'. Wert legt er auf die gute Entwicklung bei den unter 25-Jährigen. Von ihnen sind 116 arbeitslos gemeldet, 93 weniger als im Vorjahr. Bemerkenswert: Der Arbeitsmarkt ist in 'relativ großer Bewegung'. Derzeit sind 535 Stellen offen, von denen im Dezember 219 hinzugekommen sind. Im Laufe des Monats ist also etwa die gleiche Zahl von Stellen besetzt worden.

Der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahl im Vergleich zum November ist für Thumbeck saisonal bedingt: 'Die Verträge in der Gastronomie laufen aus.' Doch auch hier ist die Prognose erfreulich. Durch die frühen Osterferien - der Ostersonntag fällt 2008 schon auf den 23. März - werde auch die Touristensaison früh beginnen, und würden Arbeitsplätze im Hotel- und Gaststättengewerbe früh im Jahr besetzt.

Für die positiven Zahlen ist laut Thumbeck zunächst die gute Konjunktur verantwortlich. Dann aber auch die Umstrukturierung in der Lindauer Geschäftsstelle der Arbeitsagentur, die für bessere Vermittlungsergebnisse gesorgt habe.

Die Aufspaltung der Mitarbeiter in eine Gruppe, die die Kontakte mit den Arbeitgebern hält und eine zweite, die für die Arbeitssuchenden zuständig ist, habe zu einer Professionalisierung geführt, von der alle Beteiligten profitierten. Einerseits werde das Verhältnis zu Unternehmen durch feste Ansprechpartner verbessert, zudem könnten so passgenauer Arbeitssuchende für freie Stellen vorgeschlagen werden. Andererseits werde die Zusammenarbeit mit dem Arbeitssuchenden verbessert, wenn dieser einen festen Ansprechpartner habe.

Hierzu trage auch die Verbesserung der Prozesse in der Agentur bei. So werden etwa Telefongespräche von einem Service-Center in Augsburg übernommen. Vorteil: Gespräche der Berater mit Arbeitssuchenden werden nicht dauernd unterbrochen, schildert Thumbeck. Außerdem sei die Aufbereitung der Daten besser, so dass in der Regel in einem Gespräch das meiste geklärt werden könne. Thumbeck: 'Die Berater sind näher am Kunden, das Zusammenspiel von Fördern und Fordern klappt besser.'

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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