Jengen
Nach zwei Jahren wieder ein Kredit

Nach zwei Jahren ohne Neuverschuldung muss die Gemeinde Jengen in diesem Jahr wieder ein Darlehen aufnehmen. Dies erklärte Christoph Echter von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft (VG), als er bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates den Haushaltsplan für das laufende Jahr vorstellte. Da die Räte den Entwurf zuvor bereits in einer nicht-öffentlichen Sitzung vorberaten hatten, verabschiedeten sie diesen anschließend einstimmig.

«Natürlich ist es wenig erfreulich, dass wir wieder ein Darlehen aufnehmen müssen», erklärte Bürgermeister Franz Hauck. Nichtsdestotrotz ändere dies nichts an der Tatsache, dass die Gemeinde ihren langen und mühseligen Konsolidierungsplan weiter verfolge. Trotz der neuen Darlehensaufnahme in Höhe von 274000 Euro sinkt der Gesamtschuldenstand der Gemeinde nämlich auch in diesem Jahr um 164000 Euro von 5,31 auf 5,14 Millionen Euro.

Deutlich weniger Einnahmen

Insgesamt umfasst der Haushalt 2009 ein Volumen von 3,7 Millionen Euro. Auf den Verwaltungshaushalt (laufende Kosten) entfallen 2,57 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt (hierzu zählen sämtliche Investitionen) schließt mit 1,13 Millionen Euro.

Aus dem Verwaltungshaushalt kann dem Vermögenshaushalt heuer ein Überschuss von lediglich 192400 Euro zugeführt werden - im vergangenen Jahr lag dieser noch bei rund 271600 Euro. Wesentlicher Grund für diesen Rückgang sind laut Echter die geringeren Einnahmen aus Gewerbe- (minus 40000 Euro zum Vorjahr) und Einkommensteuer (minus 30000 Euro) sowie der Anstieg der Kreisumlage (plus 37000 Euro). Dass diese gestiegen sei, obwohl der Umlagesatz jüngst erst um 0,7 Prozent gesenkt worden war, spreche für die - generell positiv zu bewertende - gestiegene Steuerkraft der Gemeinde. Auch Bürgermeister Hauck sah dies als gutes Zeichen: «Die gestiegene Steuerkraft zeigt, dass es uns insgesamt besser geht als noch vor ein paar Jahren.»

Um trotz der geringeren Einnahmen die geplanten Investitionen dennoch tragen zu können, muss die Gemeinde das neue Darlehen aufnehmen, erläuterte Echter. Der Haushalt sieht dafür einen Betrag von 690600 Euro vor. Der größte Investitions-Brocken mit 217500 Euro entfällt auf den Straßenbau. Daneben sind weitere Mittel für die Abwasserbeseitigung (143500 Euro), den Grunderwerb von Bauland (69000 Euro) und die Sanierung des Kindergartens Weinhausen (81000 Euro) vorgesehen.

Weitere Darlehen

Um die im Investitionsprogramm geplanten Maßnahmen umsetzen zu können, sind in den kommenden Jahren weitere Darlehen in Höhe von rund 900000 Euro erforderlich, prognostizierte Echter weiter.

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