Special Straßenbauprojekte im Allgäu SPECIAL

Straßenbau
Nach knapp vier Monaten wieder freie Fahrt in der Kemptener Herrenstraße

Gute Nachricht für Anwohner, Besucher der Stadtbibliothek und Kindergartenmütter: Die Herrenstraße ist seit gestern mittag wieder in beiden Richtungen frei befahrbar. Und wer die frühere Schlaglochpiste noch in Erinnerung hat, muss anerkennen, dass die Verbindung von der Madlenerstraße bis zum Reitstallweg grundlegend verbessert wurde.

Nach knapp vier Monaten Bauzeit gaben Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer und Vertreter der am Bau beteiligten Firmen die Herrenstraße wieder frei. Die Baukosten blieben mit 580 000 Euro im vorher festgezurrten Rahmen, betonte der OB.

Bei der Finanzierung war man neue Wege gegangen: Die Hofgarten GbR mit ihren Gesellschaftern Sozialbau und BSG Allgäu hatte vorgezogene Ablösebeiträge bereitgestellt. Im städtischen Haushalt konnte auf unerwartete Mehreinnahmen zurückgegriffen werden. Anderenfalls wäre die Herrenstraße erst 2012 zum Zug gekommen.

Die stabile trockene Witterung der vergangenen Wochen hatte den Fortschritt der Arbeiten begünstigt. Entsprechend groß war nun die Freude, dass die Baufirma Geiger sogar noch vor Weihnachten den vorläufigen Abschluss zu Wege brachte. Lediglich an den Enden fehlt noch der letzte Schliff an der Asphaltdecke.

Wenn weitere trockene Tage kommen, könnte dies nächste Woche erledigt werden, meint Bauleiter Bernd Inboden.

Bürger waren mit im Boot

An eine gut besuchte Versammlung im Frühjahr erinnerte Netzer, als im Klecks 'die Planung ausführlich diskutiert und erarbeitet wurde'. Rund 100 Bürger hatten damals ihre Ideen und Wünsche eingebracht. Nach der Festwoche fiel schließlich der Startschuss für den Umbau.

Besonders die Geschwindigkeitsreduzierung durch die wechselseitig ausgewiesenen Stellflächen für die Autos – 'eben wie in einer klassischen Tempo-30-Zone' – entspreche den Vorstellungen der Anwohner. Dazu seien die gewünschten Verbesserungen im Bereich des Kindergartens und die Aufweitung des Zugangs zur Orangerie umgesetzt worden.

Auf Seiten der Stadt hatte der stellvertretende Tiefbauamtsleiter Reimund Schwarz die Feder bei der Planung geführt. Die Herrenstraße war sein letztes Großprojekt in Kempten. Nach 16 Jahren wechselt der gebürtige Speyerer als Amtsleiter nach Bad Herrenalb in der Nähe von Baden-Baden. In dem Kurort will er die Stadtkernsanierung voranbringen. Dort ist der Ingenieur dann auch näher bei seiner sechs Monate alten Enkelin.

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