Reparatur
Nach Fernsehstörung in 1.100 Kemptener Haushalten: Grabungen ohne Genehmigung möglich

Kabel Deutschland bittet die Kemptener um Entschuldigung und räumt nach dem viertägigen Fernseh-Ausfall in 1.100 Haushalten Fehler ein. Die Störung hätte viel schneller behoben werden können. Das bestätigt nach Kemptens Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann auch Matthias Fiedler, Geschäftsführer der Baufirma Deiser. Sie wurde von Kabel Deutschland beauftragt, die Störung zu beheben - aber nicht gleich nach dem Ausfall am Freitag, sondern erst am Montag.

Für Fiedler ist die Sache klar: Kabel Deutschland ist schuld, dass der Ausfall viel länger dauerte als nötig. Denn Störungen sind meist schnell behoben: "Wenn wir die Meldung bekommen, dauert es im Idealfall etwas länger als eine Stunde, und wir können anfangen zu graben", sagt Fiedler.

In der Zwischenzeit prüft die Tiefbaufirma über ein Internetportal, ob es an der Stelle andere Leitungen im Boden gibt, auf die man achten muss. Vor Ort werden Anwohner informiert und der Verkehr geregelt, wenn nötig. 90 Prozent der Leitungen laufen aber unter Gehwegen. Funktioniert alles reibungslos, sei alles nach sechs Stunden erledigt.

Diesmal lief aber bei Kabel Deutschland einiges schief: Man habe am Freitag von der Stadt fürs Aufgraben keine Genehmigung erhalten können, hieß es. Wie berichtet, braucht man die in Kempten gar nicht. Kabel-Deutschland-Sprecherin Gisela Bauer sagt, in vielen Städten dürfe man ohne Erlaubnis nicht graben - davon sei man auch hier ausgegangen.

Tiefbauchef Wiedemann schüttelt den Kopf: Dass man andernorts Reparaturen mit Formalitäten verzögert, glaubt er nicht. Am Montag gingen die Fehler weiter. Kabel Deutschland vergaß beim Auftrag an Deiser, Pläne mitzuschicken. Sie wurden nachgereicht. Aber die defekte Stelle war falsch eingezeichnet. Die Arbeiter mussten zweimal graben. Deiser-Chef Fiedler ärgert das: "Nach außen wirkt das, als hätten wir das versaut."

Bauer räumt "mehrere Fehler" ein. Kunden und Stadt bitte man um Entschuldigung. In der Regel seien Störungen in 24 Stunden behoben. Freilich: Erst im Dezember im Haubenschlossviertel dauerte es auch vier Tage. 2013 gab es in Wiggensbach zwei Wochen lang Probleme.

Tipps für die nächste Störung: Prüfen, ob der Fehler am Gerät, in der Hausverteilanlage oder im Netz liegt. Liegt’s am Netz, nicht die oft belegte Service-Hotline von Kabel Deutschland wählen, sondern die Störungs-Nummer 0800/52 666 25. Aber auch hier braucht man Geduld. Den "Störungsassistent" gibt es auch im Internet: www.kabeldeutschland.de/stoerung

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