Nach fast 40 Jahren darf gebaut werden

Durach | sir | Unter das Motto 'Was lange währt, wird endlich gut' könnte man die Aufstellung des Bebauungsplans 'Lingg-Grundstücke' in Durach verbuchen. Anfang der 70er Jahre hatten 24 Duracher Flächen gekauft, die als 'Bauerwartungsland' ausgewiesen waren. Doch als baureif eingestuft wurden sie erst vor wenigen Wochen, nachdem die Besitzer - es sind meist die Kinder der ursprünglichen Käufer - sich zusammengetan hatten und die Offensive gegangen waren.

Sie hatten 2006 einen Architekten mit einer Vorplanung beauftragt, die Planungen im Gemeinderat vorgestellt und dann auch persönliche Briefe an alle Gemeinderäte geschrieben. In den Briefen ist zu lesen, dass die Käufer von damals Anfang der 70er Jahre durch einen in der Allgäuer Zeitung veröffentlichten Plan auf die Grundstücke aufmerksam gemacht worden waren. 'Auf Nachfrage beim damaligen Bürgermeister Deubler ist uns mitgeteilt worden, dass man spätestens in acht Jahren dort sicher bauen könne', sagt Josef Vogt, einer der Grundstückseigentümer. Das war 1971.

Weg frei für 22 Häuser

Als das Thema im Frühjahr 2006 im Gemeinderat auf den Tisch kam, wurde heftig und kontrovers darüber diskutiert. Haupt-Gegenargument: Fehlender Anschluss an die jetzige Wohnbebauung. Vor wenigen Wochen herrschte dann im Gemeinderat weitgehend Einigkeit. 'Ja' hieß es zu den nochmals vorgelegten Planungen der Eigentümer. Damit wurde der Weg freigemacht für 22 Häuser. Das Baugebiet 'Lingg-Grundstücke' schließt sich nordöstlich an das Gewerbegebiet Durach an ( Grafik).

Erschließung soll bald beginnen

Noch heuer will die Besitzergemeinschaft die Erschließungsarbeiten durchziehen. Mit der Gemeinde hat sie darüber einen Vertrag abgeschlossen. Das heißt, die Eigentümer müssen zunächst alle Kosten für Wasserleitungen, Abwasserkanäle, Erschließungsstraßen und ökologischen Ausgleich selbst tragen. 'Später sollen die Erschließungsbauten in die öffentliche Obhut übergehen', sagt Bürgermeister Herbert Seger.

In seiner fast 24-jährigen Amtszeit sei es das erste Mal, dass er es in Durach mit einem Baugebiet zu tun habe, dessen Grundstücke nicht von der Gemeinde verkauft wurden. doch Anfang der 70er Jahre sei das durchaus gängige Praxis gewesen.

Josef Vogt ist froh, dass er zusammen mit seinem Sohn Markus nun endlich Baupläne schmieden kann, die Chancen auf baldige Realisierung haben. 2009 soll es soweit sein.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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