Klinikverbund Allgäu
Nach erstem Lockdown: Gibt es einen Baby-Boom im Allgäu?

Im Klinikverbund Allgäu gibt 2021 einen Babyzuwachs von 20 Prozent. (Symbolbild)
  • Im Klinikverbund Allgäu gibt 2021 einen Babyzuwachs von 20 Prozent. (Symbolbild)
  • Foto: Bild von Rainer Maiores auf Pixabay
  • hochgeladen von Lisa Hauger

März 2020: Erster Lockdown, ungemütliches Wetter und viel Zeit zu zweit... all-in.de hat sich gefragt, inwiefern sich der erste Lockdown auf die Geburtenrate im Klinikverbund Allgäu ausgewirkt hat. Hat der erste Lockdown zu einem Baby-Boom geführt? 

Deutlicher Zuwachs

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es von Januar bis Anfang März 2021 im Klinikverbund Allgäu rund 80 Geburten mehr und damit einen Zuwachs von knapp 20 Prozent. "Wahrscheinlich infolge des ersten Lockdowns", erklärt Kirsten Boos vom Klinikverbund Allgäu. Für die Geburtshilfe an der Klinik Mindelheim beträgt der Zuwachs in etwa zehn Prozent. 

Und in Bezug auf den Nachwuchs während des zweiten Lockdowns erwartet die Klinik "weiterhin ein kontinuierliches leichtes Wachstum, möglicherweise einen sogar noch stärkeren Effekt".  

Geburten-Übersicht

Zwischen Januar und März 2021 kamen

  • in Kempten schon 400 Babies zur Welt. Zum gleichen Zeitpunkt waren es letztes Jahr 320.
  • in Immenstadt gab es in diesem Zeitraum 130 Geburten, letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt rund 120. 
  • und in Mindelheim 129, letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt 113.

In Kempten sind heuer bereits elf Zwillingspaare geboren. In Immenstadt werden aus strukturellen Voraussetzungen keine Mehrlinge entbunden. "In der Geburtshilfe in Mindelheim ist die Entbindung von Zwillingen möglich, Drillinge werden jedoch aus strukturellen Voraussetzungen nicht entbunden", erklärt Boos.

Wie läuft die Geburt zu Corona-Zeiten ab?

Grundsätzlich werden alle stationär aufzunehmenden Patientinnen getestet, ganz egal, ob es sich dabei um einen Notfall handelt oder nicht. Im Falle eines positiven Antigen-Tests erfolgen die Quarantäne-Maßnahmen mindestens bis zum Erhalt des darauffolgenden PCR-Testes.

Mutter und Begleitperson sind negativ getestet

Im Wesentlichen unterscheiden sich die Geburten zu Corona-Zeiten durch Antigen-Eingangstests bei allen Patientinnen und Begleitpersonen und das dauerhafte Tragen von FFP2-Masken. "Unter diesen Bedingungen darf eine gesunde, test-negative Begleitperson mit zur Geburt oder zum Kaiserschnitt", sagt Boos gegenüber all-in.de. 

Schwangere ist positiv getestet

Falls die Schwangere positiv getestet oder erkrankt ist, sind keine Begleitpersonen erlaubt. Dann müssen  Mutter und Kind bis zur Entlassung in Quarantäne. "Die Geburt erfolgt unter maximalen hygienischen Sicherheitsstandards in Absprache mit der Krankenhaushygiene. Es gibt einen entsprechenden Kreissaal und einen Quarantänebereich auf der Station", so Boos. 

Auch an der Klinik Mindelheim werden Schnelltests bei allen Patientinnen durchgeführt. Dort ist das Tragen einer FFP2-Maske Pflicht, außer während der Geburt. Einen speziellen Quarantäne-Kreissaal gibt es ebenfalls. "Die Partner dürfen unter maximalen Sicherheitsstandards und in Absprache mit der Krankenhaushygiene bei der Geburt dabei sein." 

Wer darf die frischgebackene Mutter in der Klinik besuchen?

Die Besuchszeiten sind sehr streng geregelt: in Kempten und Immenstadt dürfen zwischen 9 und 11 Uhr und zwischen 15 und 17 Uhr der Vater oder die Begleitperson kommen. Zwischen 15 und 17 Uhr ist ein gesundes Geschwisterkind erlaubt. Jeder weitere Besuch ist momentan nicht gestattet. In Mindelheim dürfen die Väter ihre Familie einmal pro Tag für eine Stunde besuchen.

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