Einweihung
Nach einjähriger Bauzeit ist der Erweiterungstrakt der Beethovenschule in Kaufbeuren fertig

Sieben Jahre lang mussten Lehrer und Schüler der Beethovenschule auf ihren neuen Anbau warten. Doch am gestrigen Freitag wurde das 1,75-Millionen-Euro-Projekt offiziell eingeweiht. «Eine gute Lösung braucht Zeit, denn Bildungspolitik ist nichts für schnellen Aktionismus», erklärte Oberbürgermeister Stefan Bosse einen der Gründe für den langen Umsetzungsprozess. Weiter erläuterte er, dass das eigentliche Bauvorhaben einer Hauptschule galt, nicht einer Mittelschule mit weitaus mehr Anforderungen. Doch trotz dieser Umstände und vor allem wegen des großen Zeitdrucks bei der Antragstellung für die staatlichen Zuschüsse habe sich die intensive Planung und die Kooperation mit der Jörg-Lederer-Schule letztlich ausgezahlt: Der Freistaat Bayern übernahm rund 55 anstatt geplanter 40 Prozent der Gesamtkosten. Schulamtsdirektorin Eva Severa-Saile zeigte sich sichtlich angetan von der Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland, beschrieb den Entwicklungsprozess des Neubaus als << gutes Zusammenspiel aller Beteiligten, die trotz einiger Fehlpässe zu einem erfolgreichen Torabschluss kamen >>.

Der neue << Backenzahn >>, wie Schulleiter Christoph Vogg den Anbau angesichts seiner Form beschrieb, erleichtere den Tagesablauf der Schüler erheblich. Denn aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen - die Beethoven-Teilhauptschule wurde zu einer Grund- und Mittelschule umstrukturiert - mussten die Schüler bisher zwischen verschiedenen Unterrichtsräumen in Kaufbeurer Schulen pendeln.

Des Weiteren könne der praxisorientierte Unterricht der Mittelschule nun forciert werden: Der Anbau verfüge neben einer Schulküche auch über zwei EDV-Räume und einen PCB-Raum (Physik, Chemie, Biologie), in welchen << geforscht, gelernt und gelehrt >> werde. Diese Neuerungen kämen bei den Schülern gut an. Viele Grundschüler äußerten laut Vogg den Wunsch, auch in dem Neubau unterrichtet zu werden. << Die finden das cool >>, so der Schulleiter.

Dass ab Sommer 2011 auch eine Mittagsbetreuung für die Ganztagesklassen angeboten wird, fand hohen Anklang bei den Schülern der Grund- und Mittelschule.

Die Theatergruppe ging humorvoll weit in die Geschichte zurück. In ihrem Theaterstück << Von Backenzähnen, Anbauten und anderen Dingen >> zeigte sie, dass ein in die Erde integrierter Schulanbau im alten Rom noch ein Wunschdenken einiger Magistri war.

<< Der tiefer gelegte Neubau nimmt den Schwung des bestehenden Gebäudes der Beethovenschule auf und fügt sich elegant in den Straßenverlauf ein. Zusätzlich sind die neuen Klassenräume beidseitig beleuchtet >>, fasste Architekt Michael Graf die Gestaltung zusammen.

Die Pfarrer Werner Appelt und Günther Nebas segneten die neuen Räume. Die Schule solle stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlasse, zitierte der Elternbeirat Albert Einstein. Die Voraussetzung für dieses hehre Ziel sei durch das Engagement aller Beteiligten an dem Projekt nun gegeben. (pau)

Mit bunten Tänzen feierten die Schüler der Beethovenschule vor zahlreichen Gästen die Einweihung des Neubaus. Foto: Mathias Wild

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