Nach dem Einkauf ist vor dem Einkauf

Kempten | johs | Kaum sind die Feiertage vorbei, geht es in den Geschäften wieder rund. In der Fußgängerzone und in den Kaufhäusern gab es gestern kaum mehr ein Durchkommen. Fiel das Geschenk nicht nach Wunsch aus, wurde umgetauscht. Wer Geld bekommen hatte, suchte nach etwas Passendem. Auch viele Gutscheine wurden eingelöst.

Eher unfreiwillig stürzte sich gestern Beate Ponradl aus Rückholz in den nachweihnachtlichen Trubel. Für ihren Sohn hatte sie eine Spielkonsole gekauft. Auf dieselbe Idee war aber auch ihre Verwandtschaft gekommen. Ihr blieb nichts anderes übrig, als das Geschenk wieder umzutauschen. Ein neues Präsent wollte sie gestern aber nicht besorgen. 'Dafür ist mir hier doch zu viel los', meinte Ponradl.

Viele Händler locken nach den Feiertagen zudem mit 'Preisstürzen' und Sonderrabatten die Kunden. Auch Sabine Kiechle aus Unterthingau war gestern auf Schnäppchenjagd: 'Die Preise sind jetzt deutlich niedriger. Das will ich ausnutzen.' Für ihre Tochter Annika ergatterte sie einen Skianzug. 'Allerdings gibt es den nicht reduziert. Vielleicht finde ich ja noch was anderes', sagte Kiechle.

Schlussverkauf bleibt

Trotz zahlreicher Sonderaktionen rechnet der Kemptener Einzelhandelssprecher, Rüdiger Mayer, vor allem bei den Bekleidungsgeschäften mit einem weiteren Preisnachlass Ende Januar. 'Den offiziellen Winterschlussverkauf gibt es zwar nicht mehr. Einige Händler haben sich aber freiwillig zusammengeschlossen und bieten in dem Zeitraum einen Teil ihrer Ware zu vergünstigten Preisen an.'

Immer öfter greifen Kunden bei der Wahl ihrer Weihnachtsgeschenke auf Gutscheine zurück. 'Der Trend ist seit einigen Jahren konstant anhaltend', sagt Mayer. Wer seine Gutscheine einlösen möchte, muss nicht in Hektik verfallen. 'In der Regel sind sie unbefristet gültig', erklärt Mayer. Vor allem in Verbindung mit Werbeaktionen sei aber ein Verfall möglich: 'Allerdings muss der Händler auf dem Gutschein darauf hinweisen', so der Einzelhandelssprecher. Und wenn ein Laden pleite macht? Meldet ein Unternehmen Insolvenz an, gehe dies oft zu Lasten des Kunden. Zwar könne jeder seine Forderung beim Insolvenzrichter anmelden. Mayer: 'In der Praxis wird der Anspruch des Kunden aber selten befriedigt.'

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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