Tarifforderung
Nach Biessenhofen und Obergünzburg: Bayerische Milchwirtschaft streikt in Kempten

Streik (Symbolbild)
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Nun wurde auch in Kempten gestreikt. Nach Nestlé in Biessenhofen am 1. Oktober, dem Milchwerk Bad Wörishofen am 2. Oktober und Saliter in Obergünzburg am 5. Oktober folgte nun der vierte Warnstreik im Allgäu in den letzten Tagen. Auf dem Mitarbeiterparkplatz von Edelweiss versammelten sich ab 12 Uhr etwa 150 Personen, um der Tarifforderung der Gewerkschaft NGG Nachdruck zu verleihen.

Friedenspflicht endete

Die Friedenspflicht im Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Arbeitgeberverband der Bayerischen Ernährungswirtschaft e.V. (abe) hatte am 1. Oktober um 0:00 Uhr geendet, nachdem die NGG-Tarifkommission am 10. September das Angebot der Arbeitgeberseite von 1,5 Prozent abgelehnt hatte.

Die Beschäftigten machten klar, dass auch sie das Angebot der Arbeitgeberseite nicht für ausreichend halten. "1,5 Prozent, das reicht auf keinen Fall, um die schönen Worte der Arbeitgeber von Wertschätzung und Zusammenhalt auch in Taten umgesetzt zu sehen. Alle Kolleginnen und Kollegen haben vollen Einsatz, auch während der Pandemie, gezeigt. Das muss auch für eine ordentliche Lohnerhöhung reichen", sagte Joschka Ebel von der NGG auf der Kundgebung. Das unterstützten auch die Solidaritätsbesuche aus anderen Betrieben im Allgäu.

Weitere Streiks folgen wohl

Die wirtschaftliche Lage in der Branche sei insgesamt sehr gut. Manche Betriebe hätten in Krisenzeiten sogar ein kräftiges Plus erwirtschaften können. "Diese Branche kann es sich leisten, den Beschäftigten eine ordentliche Lohnerhöhung zu zahlen. Wer, wenn nicht die Menschen aus diesen Branchen, in denen es gut läuft, soll die Wirtschaft denn ankurbeln in solchen Krisenzeiten", fragt Ebel weiter.

Noch bis zum 8. Oktober, dem Tag der zweiten Verhandlung, werden wohl weitere Betriebe in ganz Bayern streiken.

Bayerische Milchwirtschaft streikt auch in Obergünzburg

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