Soziales
Mutter wünscht sich Tochter zurück ndash Jugendamt verweist auf Gerichtsurteil

Dramatisch scheint der Fall einer AZ-Leserin zu sein, die um ihr Kind ringt. Ihr wurde vor einiger Zeit vom Kaufbeurer Jugendamt die Tochter entzogen, berichtet sie. Doch inzwischen sei sie geschieden, wieder verheiratet und habe sogar zwei weitere Kinder. Deshalb möchte sie ihre Tochter, die bei ihrem Vater in Kaufbeuren lebe und der es dort angeblich nicht gut gehe, wieder in ihrer Obhut sehen. Aber das Jugendamt schreite weder gegen den Vater ein, noch sorge es für die Rückgabe des Kindes an die Mutter, berichtet die Leserin.

'Der Fall ist bekannt', erklärt Alfred Riermeier, Leiter der städtischen Abteilung für Kinder, Jugend und Familie. Da die Ehe für das Kind wenig vorteilhaft gewesen sei, vielmehr eine 'Kindeswohlgefährdung' vorgelegen habe, sei das Mädchen aus der Ehe herausgenommen worden, berichtet Riermeier.

Bevor es zu dem Entschluss der Behörde kam, habe das Paar jahrelang Familienhilfe erhalten und es wurde dabei vom Jugendamt beobachtet. 'Das Wohl des Kindes war damals gefährdet', so Riermeier, weshalb es aus der Ehe herausgenommen wurde. Das Familiengericht bestimmte dann, dass der Vater in Kaufbeuren das Aufenthaltsbestimmungsrecht innehaben soll. Deshalb lebt das Kind bei ihm.

Im konkreten Fall gebe es drei Punkte, die gegen eine Rückgabe des Kindes an die Mutter sprächen: Einerseits könne das Jugendamt nicht gegen den Beschluss des Familiengerichtes handeln. 'Das müsste die Mutter tun.' Zweitens sei ihre Wohnung vermutlich zu klein, schließlich bestehe die Familie aus fünf Personen.

Und zudem erhalte der Vater derzeit Familienhilfe vom Jugendamt, werde also auch beobachtet. 'Derzeit gibt es bei ihm keine Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung', versichert Riermeier.

Gleichwohl will das Amt der Sache nachgehen: Für diese Woche sei ein Termin angesetzt, bei dem sich alle Parteien an einen Tisch setzen.

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