Konzert
Musikkapelle Asch glänzt mit Spielfreude und Genauigkeit

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Xaver Wiedenmann hat seine 44 Musiker fest im Griff: Immer wieder aufs Neue reißt er sie mit – und holt sie kurz darauf zurück. So bleibt jedes einzelne Stück beim Frühjahrskonzert der Musikkapelle Asch spannend und schön intoniert.

Das Publikum in der voll besetzten Fuchstalhalle bedankte sich am Ende zu Recht mit großem Applaus für ein mit viel Spielfreude und Genauigkeit präsentiertes Programm, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei war.

Perfekt herausgearbeitet

Gleich das erste Stück machte echte 'Sonntagslaune' und zeigte, was sich durch den ganzen Abend zog: Temperamentvolles Spiel, schöne Spannungsbögen, eine herrliche Melodie im sehr guten Saxophon und ebensolchem Tenorhorn/Bariton, ein ausgewogener Gesamtklang und ein sehr sauberes Klarinetten- und Querflötenregister.

Wie später auch im Walzer 'Moldauwellen' oder in der 'Bohemia Polka' waren sämtliche Haupt- und Nebenmelodien perfekt herausgearbeitet. Bei 'Heal the World' von Michael Jackson wären fast die Feuerzeuge angegangen, so schön erklang das Lied zunächst im Holz und später im Blech, unterstützt von einem ebenso sicheren wie dezenten Schlagwerk.

Aber auch die 'Highlights from Robin Hood' mit dem Bryan-Adams-Hit 'Everything I do' meisterten die Ascher Musiker trotz des anspruchsvollen Arrangements mit versetzter Melodie sehr gekonnt.

Ein Publikumshit waren die beeindruckend 'flinken Züge' der Posaunisten. Das Moderatoren-Duo Yvonne Brunner und Stefan Löffler, die kurz, informativ und mit Witz durchs Programm führten, stellten die 'Furiosen Fünf' so vor: Der 'Häuptling' (Reinhold Meindl), der 'Ohne Pause Aktive' (Georg Treischl), die schlagkräftigen Brothers (Anton und Martin Nirschl) sowie das Küken, das der Truppe zum guten Aussehen verhilft (Anna Klein).

Aber auch das 'Chicago Festival' war ein Genuss – angefangen vom sehr schönen Einstieg im Blech über die Aufnahme des Themas im bestens intonierten Holz bis zum wunderschönen Trompetensolo. Gerade im letzten Teil glänzten erneut Klarinetten und Querflöten mit sehr exaktem Spiel und einem perfekten Dialog mit Saxophon/tiefem Blech.

In den 'Norway Impressions' gab das Holzregister das fröhliche Thema so perfekt vor, wie die anderen Register es aufnahmen. Die Übergänge zwischen schwermütig, fröhlich und dramatisch gelangen dank der sicheren Stabführung von Wiedenmann perfekt.

Mit einem ebenso luftig-leicht wie zackig gespieltem 'Montana-Marsch' verabschiedete sich der 'wunderbare Klangkörper', wie Ludwig Lang vom ASM die Kapelle nannte. Allerdings ließen die Zuschauer die Musiker erst nach drei Zugaben – dem Walzer 'Träumerei', der Polka 'Böhmischer Zauber' und dem Marsch 'Tiroler Adler' von der Bühne.

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