Amateurtheater
Mundartbühne in Memmingen glänzt mit Boulevardkomödie

Mit viel Spielfreude überraschte die 'Mundartbühne Amendingen' bereits in den ersten beiden Vorstellungen der Komödie von Michael Cooney 'Und ewig rauschen die Gelder' die zahlreichen Besucher im Pfarrheim St. Ulrich in Amendingen. Regie führte Margareta Böckh.

Erich Vogel, eine tragende und zugleich tragische Rolle, exzellent verkörpert von Bernhard Kerler, steckt ob seiner nun seit zwei Jahren währenden Arbeitslosigkeit gehörig in der Klemme. Seine leidgeprüfte Frau Lisa (Regina Wager), die nichts davon ahnt, ist dennoch von Ängsten um ihren Mann geplagt.

Bekanntlich macht Not erfinderisch – dieser Umstand löst bei Erich Vogel kriminelle Energien aus: Er entdeckt Lücken im Sozialsystem und sahnt mit ungewollter Hilfe seines Untermieters Norbert Berger (Jürgen Hugel) finanziell kräftig ab. Hugel spielt eine prächtige Rolle, verwickelt in das betrügerische Vorgehen seines 'Verbündeten' Erich Vogel, ist er ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Zweifelhafte Machenschaften

In der Komödie muss der Theaterbesucher seine ganze Konzentration aufwenden, um dem komplexen Netz von erfundenen Namen und Betrügereien folgen zu können. Die Schlinge um die mehr als zweifelhaften Machenschaften um Erich Vogel zieht sich immer weiter zu – und plötzlich steht auch noch der Außenprüfer des Sozialamtes Georg Jeckle (Jürgen Hochsteiner) vor der Tür …

Wie sich jetzt Bernhard Kerler mit all seinen Gefühlswandelungen in seine 'schlimme Rolle' hineinlebt, ist allein schon das Eintrittsgeld wert. Schwer missbraucht für die Machenschaften von Erich Vogel, wird schließlich auch Onkel Georg (Uwe Posch), der die Besucher mit seinen skurrilen Auftritten entzückt.

Während die Boulevardkomödie anfangs etwas zäh beginnt, nimmt sie in der Mitte des ersten Aktes immer mehr Fahrt auf. Sie birgt einiges an effektvoller Situationskomik, die in einem nicht vorhersehbaren Happy End für den 'Lügenbaron' Erich Vogel und in den stürmischen Schlussbeifall der begeisterten Theaterbesucher mündet.

In den weiteren Rollen sind zu sehen Sigrid Vogel als Sozialarbeiterin, Udo Braumüller als 'Partnerschafts-Moderator', Herbert Miorin als Bestatter und Margareta Böckh als Leiterin des Sozialamtes. Als Souffleuse agierte nahezu lautlos Teresa Wager. (ho)

Termine Gespielt wird wieder am 26., 27., 28. und 31. Oktober, 1., 2., 3., 16., 17. und 18. November, jeweils um 20 Uhr (sonntags um 19 Uhr) im Pfarrheim Amendingen. Vorverkauf: Juwelier Böckh am Schrannenplatz, Telefon (08331) 985580.

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