Maierhöfen
Mundart, Märchen und Romane

Mundart, Märchen, Romane, Sach-, Kinder- und Jugendbücher: Mindestens 2000 Bände stehen in der neuen Maierhöfener Dorfbibliothek im Ibergzentrum künftig zum Ausleihen bereit. Am Sonntag ist offizielle Eröffnung, immer mittwochs kann dann eifrig geschmökert werden. Damit gibt es ein neues Angebot im Dorf; eine Bücherei hat es in dieser Form bisher nicht gegeben.

Die Idee dazu entstand vor mehr als zwei Jahren auf einer Sitzung des Arbeitskreises (AK) «Kultur, Kunst und Geschichte». Als «lose Gruppe ohne Zwang, die Spaß machen soll» beschreibt Brigitte Prinz die Treffen, auf denen sich die sechs bis zehn Leute beispielsweise auch beim Maierhöfener Skulpturenweg einbringen. Erfahrungen mit dem Bibliothekswesen habe niemand, «aber wir sind alle Liebhaber von Büchern und Lesen», sagt Stefanie Kemper.

Bücher in Regale sortieren

In den vergangenen drei Monaten ging es aber bei den abendlichen Zusammenkünften vor allem darum, die neue Bücherei flott zu machen - Bücher in die Regale zu sortieren und eine gewisse Ordnung zu schaffen. Was jetzt noch fehlt, ist die elektronische Erfassung. «Aber damit warten wir noch ab. Wir wollen erst mal sehen, was ausgeliehen wird und welche Bücher wir ausmisten können», erklärt Kemper.

Abstellraum hergerichtet

Konkret wurden die Pläne, als die Gemeinde auf Nachfrage des Arbeitskreises einen Abstellraum im Keller des Ibergzentrums zur Verfügung stellte. «Aus einem dunklen Loch mit rohen Wänden», wie Stefanie Kemper sagt, ist mittlerweile ein heller, freundlicher Raum geworden.

Doch bis dahin war es ein langer Weg: Vor rund zwei Jahren lagen die Pläne des Architekten vor. Um die Bücherei zu finanzieren machten die AK-Mitglieder Kuchen, nähten Handschuhe und Mützen, die sie auf Basaren oder anderen Veranstaltungen verkauften. Sie stellten Sparschweine in Geschäften auf, bedienten und bewirteten auf Veranstaltungen in der Iberghalle. So konnte der AK die komplette Inneneneinrichtung finanzieren.

Die Gemeinde hat die Verkleidung des Rohbaus übernommen; sich um die Verkleidung von Wänden und Decken gekümmert. Rund 5000 Euro hat das gekostet, sagt Bürgermeister Martin Schwarz. Gemeindearbeiter haben dem Arbeitskreis außerdem beim Saubermachen, Streichen oder Teppichverlegen geholfen.

Die meisten Bücher, die die Maierhöfener künftig ausleihen können, sind Spenden. «Manche haben ein paar gegeben, andere mehrere Kisten», sagt Brigitte Prinz. Bedanken möchte sie sich im Nachhinein bei allen. «Wir waren am Anfang etwas überfordert, haben uns nicht aufgeschrieben, wer was gebracht hat», sagt sie. Aber, fügt Stefanie Kemper hinzu: «Manche haben einfach verschimmelte oder Bücher mit fehlenden Seiten bei uns abgestellt, um sie selbst los zu sein.»

Bis zur Eröffnung gibt es noch Kleinigkeiten zu tun - etwa Poster oder das Regal für Neuerscheinungen aufhängen. Wenn sich dann noch jemand findet, der einen «relativ neuen und schnellen Computer» (Prinz) zur Verfügung stellt, ist die neue Bücherei für den Moment komplett.

Öffnungszeiten: Vorerst immer mittwochs, 16 bis 18 Uhr. Jahresbeitrag: fünf Euro für Einzelpersonen, 7,50 Euro für Familien; ein Euro für Feriengäste.

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