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Müllkinder: Ein Lächeln in die Augen zaubern

Fröhlich singen die kleine Hannah und ihre Freundin Marie mit ihren Klassenkameraden Weihnachtslieder. Viele sind zwar erst sieben - doch die Schüler wissen ganz genau, dass es nicht allen Kindern auf der Welt so gut geht. Mit einer Spende wollen sechs Klassen der Grundschule -Schwangau deshalb dafür sorgen, dass auch die sogenannten Müllkinder in Kairo einen Grund zu Lachen haben.

Vom Taschengeld abgezwackt

Die Grundschüler freuen sich, dass so viel Geld zusammengekommen ist. Jeder von ihnen hat gespendet - und zwar vom eigenen Taschengeld, wie die Kleinen betonen. Mit rund 300 Euro unterstützten sie das Projekt «Müllstadtkinder Kairo» und konnten im Unterricht nebenbei einiges über Kairo lernen.

Damit das Geld auch dort ankommt, wo es gebraucht wird, macht sich Mitorganisatorin und Leiterin vom Kindergarten «Sternschnuppe», Corinna Wimmer, selbst mit dieser und anderen Spenden auf den Weg in die ägyptische Hauptstadt. Bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag soll es losgehen.

Wimmer war früher schon einmal vor Ort und kennt die schwierige Situation: «Viele Kinder werden in Kairo von Eltern ausgesetzt und leben auf der Straße», so Wimmer.

Seit einem Jahr bestehe mittlerweile Kontakt mit einem Waisenhaus, das die obdachlosen Kinder aufnimmt, die vorher von Helfern der evangelischen Kirche in der Stadt eingesammelt wurden.

800 Euro für einen Lehrer

Und was wird am meisten benötigt? «Letztes Jahr war es eine Waschmaschine, was heuer fehlt, werden wir sehen, wenn wir selbst in Kairo sind», sagt Wimmer. Bereits mit wenig Geld ließe sich viel erreichen. «Für nur 800 Euro kann man dort einen Lehrer ein ganzes Jahr beschäftigen», weiß sie.

Weitere Infos im Internet unter:

www.muellstadtkinder-kairo.de>

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