Abfallzweckverband
Müllgebühr soll 2012 sinken

In dieser Zeit der frohen Botschaften glänzt auch der Abfallzweckverband ZAK mit versöhnlicher Kunde: Die wirtschaftliche Lage der Organisation ist so gut, dass für 2012 erneut niedrigere Gebühren in Aussicht gestellt wurden.

«Wenn es so weiter geht, können wir über eine maßvolle Gebührensenkung nachdenken», sagte Vorsitzender Gebhard Kaiser in der jüngsten Verbandsversammlung. 2011 sollen zunächst die aktuellen Sätze weiter gelten. Schließlich liege der ZAK im bayernweiten Vergleich bereits in der unteren Hälfte, was die Gebühren angehe. 2012 allerdings - wenn es 40 Jahre Müllverbrennungsanlage und 40 Jahre Abfallzweckverband zu feiern gibt - schwebt den Verantwortlichen eine Senkung vor. 75 Cent pro Monat brachte Kaiser ins Gespräch, also neun Euro pro Jahr für jede der 162700 Wohneinheiten, die der ZAK betreut. Macht für den Verband Mindereinnahmen von knapp 1,5 Millionen Euro.

Positiv hat sich laut ZAK-Geschäftsleiter Christian Oberhaus der Preis für wiederverwertbare Materialien entwickelt. Zufrieden sind die ZAK-Oberen auch mit den Wertstoffsäcken, die etwa seit einem Jahr an den Wertstoffhöfen angenommen werden. Das Sortieren der Reststoffe wird seither nicht mehr in jedem Haushalt, sondern in einer speziellen Anlage vorgenommen, was Bürgern und ZAK-Mitarbeitern viel Arbeit erspare. «Da haben wir nur positive Rückmeldungen», unterstreicht Oberhaus.

Bringen oder holen?

Ob das Bringsystem des ZAK aus ökologischer Sicht dem Holsystem anderer Gebiete überlegen ist, wird derzeit in einer wissenschaftlichen Studie untersucht.

Eine ähnliche Analyse an der Hochschule Kempten war zu dem Schluss gekommen, dass durch private Autofahrten zu den Wertstoffhöfen zu viel Kohlendioxid in die Luft geblasen würde.

Bei dieser Analyse von Logistikstudenten sei allerdings zu den Kilometerleistungen ein falscher Ansatz gewählt worden, berichtet Oberhaus. Aus der aktuellen Untersuchung, die der ZAK in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium und dem Augsburger Bifa Umweltinstitut erstellt, seien bisher keinerlei Tendenzen abzulesen. Auch das Ministerium warte gespannt auf die Ergebnisse, die im Herbst veröffentlicht werden sollen. Sie könnten einfließen in eine Änderung des Abfallgesetzes hin zur Wertstofftonne für jeden Haushalt.

 

Mit dem Müll der Bürger hat der ZAK in den vergangenen Jahren so gewirtschaftet, dass ab 2012 niedrigere Gebühren möglich werden sollen. Foto: Laurin Schmid

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