Kempten
Motto: Die Kunst, das Leben zu genießen

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Mit einer Überraschung kamen die Macher des Jugend-Gästehauses Kempten gestern zur Vertragsunterzeichnung ins Rathaus. Sie legten ihr Konzept für Jugendliche, Schulklassen und junge Familien auf den Tisch. Die Geschichte der Römer soll künftig jährlich bis zu 35000 neue Gäste nach Kempten locken. 6,7 Millionen Euro soll das Haus auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbads im Kemptener Westen kosten. Die Eröffnung ist für Frühjahr/Sommer 2011 geplant.

«Ars vivendi, also die Kunst das Leben zu genießen ist das Motto, das sich durch unser Gästehaus Kempten ziehen wird», betonte Gerhard Wendl, Vorstand der Jugend- und Familiengästehäuser (JUFA) mit Sitz in Graz. «Sinne erleben, Spiel, Musik und Kultur, aber auch Bewegung und Sport sind dabei die beherrschenden Themen», ergänzte JUFA-Geschäftsführer Gernot Reitmeier. Er bezeichnete Kempten als eine der «Booming Towns» in Deutschland und stellte die Lage heraus: «Was den Römern die Therme, ist für die Gäste unseres Hauses das Freizeitbad Cambomare.»

Mit der Projektentwicklung für das 186 Betten-Haus soll jetzt zügig begonnen werden, betonte Thomas Siedersberger, Geschäftsführer des Kemptener Kommunalunternehmens (KKU). Sein Unternehmen schultert den größten Brocken, nämlich sechs Millionen Euro für den Bau und einen Teil der Einrichtung: «Damit bleibt das Vermögen in städtischer Hand.

» Für die weitere Einrichtung will die JUFA, die bereits 40 Häuser in Österreich und eines in Nördlingen betreibt, etwa 700 000 Euro investieren. KKU und JUFA arbeiten nun gemeinsam an den Plänen, welche die Grundlage für den Bebauungsplan bilden. Im Februar sollen die Bagger anrollen. Die Eröffnung sei für Frühjahr/Sommer 2011 geplant, so Siedersberger.

«Römer mit allen Sinnen»

Reitmeier legte auch gleich «pädagogisch betreute Programme für Schulen» auf den Tisch. So kann man «Römer mit allen Sinnen» erleben. Fünf Tage Tischkultur der Römer, antike Parfüme und Stadtführungen sollen 249 Euro kosten. Wer sich an vier Tagen (Vollpension) für römische und Allgäuer Mode interessiert, ist mit 198 Euro dabei. Er sieht sein Haus als aktives Bindeglied zwischen der Geschichte und modernen «Lebensansprüchen».

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer strahlte am Freitag: «Seit der Schließung der Jugendherberge haben wir in Kempten eine Lücke. Mit dem Jugend- und Familiengästehaus wollen wir jungen Menschen und jungen Familien ein attraktives Angebot machen.» Es gehe um einen Gästesektor, der zuletzt nicht angesprochen wurde. «Ich sehe es als ein tolles Angebot, sich so mit der Geschichte der ältesten Stadt Deutschlands zu beschäftigen.»

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