Drei Monate danach
"Mosaikstein hin zu Veränderungen": BDM wertet Milchpulver-Aktion als Erfolg

Anfang Mai setzte der Bund Deutscher Milchviehhalter (BMD) in Kempten ein Zeichen gegen die Milchmarktpolitik der Bundesregierung und der EU-Kommission.
  • Anfang Mai setzte der Bund Deutscher Milchviehhalter (BMD) in Kempten ein Zeichen gegen die Milchmarktpolitik der Bundesregierung und der EU-Kommission.
  • Foto: Stephanie Eßer
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Ende Mai hatte der Bund Deutscher Milchviehhalter (BMD) in Kempten mit einer großen Milchpulver-Aktion gegen die Milchmarktpolitik der Bundesregierung und der EU-Kommission demonstriert. Statt einer Einlagerung von Milchpulver, Käse und Butter forderte der BMD, dass EU-weit Milchüberschüsse reduziert werden sollen. Rund 30 Millionen Euro stellte die EU-Komission zur Bezuschussung für die Einlagerung von Magermilchpulver, Butter und Käse Anfang Mai bereit.

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"Lagerungen sind Verschwendung von Steuergeldern"

Durch den Protest seien die Einlagerungen von Milch-Produkten zwar nicht gestoppt worden, meint BDM-Sprecher Hans Foldenauer. "Das war uns aber auch von Anfang an klar gewesen." Stattdessen sei es darum gegangen, auf das Thema aufmerksam zu machen und aufzuzeigen: "Einlagerungspolitik ist keine Krisenpolitik." In den Lagerungen sieht der BMD eine Verschwendung von Steuergeldern und Ressourcen. "Die Milchpulver- und Butterberge belasten den Agrarmarkt nicht nur in der Krise, sondern auch noch lange danach", so der BDM.

"Mosaikstein hin zu Veränderungen"

Die Milchpulver-Aktion wertet Foldenauer insofern als Erfolg, "dass wir erneut auf das Problem aufmerksam gemacht haben und den ein oder anderen Entscheidungsträger zum Nachdenken gebracht haben." Der Protest sei ein weiterer Mosaikstein hin zu einer Veränderung in der Argrarmarktpolitik. 

Einlagerungen beendet - Milchpreis sinkt weiter

Laut Foldenauer wurden die Einlagerungen wie geplant am 30. Juni beendet. "Positiv ist, dass die vorgesehene Bezuschussung für die Einlagerung von Milchprodukten nicht komplett ausgeschöpft wurde", sagt der BDM-Sprecher. Eine Aussage wieviele Milch-Produkte letztendlich eingelagert wurden, kann Foldenauer aber nicht treffen. Denn Molkereien hätten auch ohne Zuschüsse Milch-Produkte eingelagert. 

Um etwa 2 Cent ist der Milchpreis in den vergangenen Monaten weiter gesunken. Im bundesweiten Durchschnitt bekomme ein Landwirt momentan noch 30 bis 31 Cent pro Liter. Damit Landwirte ihre Gesamt-Kosten decken könnten, müsste der Milchpreis jedoch bei 49 Cent pro Liter liegen. 

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