Landratsamt Ostallgäu erklärt
Mord im Bus in Obergünzburg: Was passiert jetzt mit den Kindern der Ermordeten?

Polizeieinsatz nach einem Gewaltdelikt bei Obergünzburg.
  • Polizeieinsatz nach einem Gewaltdelikt bei Obergünzburg.
  • Foto: Benjamin Liss
  • hochgeladen von David Yeow

Am Montag hat ein Mann seine Ex-Frau in einem Bus bei Obergünzburg erstochen. Eine schreckliche Gewalttat. Der 37-Jährige Mann kam in Untersuchungshaft. Täter und Opfer waren gemeinsam Eltern von vier Kindern. Was passiert jetzt mit den Kindern? all-in.de hat beim Landratsamt Ostallgäu nachgefragt.

Pressesprecher Thomas Brandl erklärt, was grundsätzlich mit Kindern passiert, die an solchen Vorfällen beteiligt oder davon betroffen sind. 

Jugendamt sucht Unterbringungsmöglichkeit

Nach Mitteilung der Kripo und einer ersten Einschätzung des Jugendamtes wird sofort damit angefangen, eine Unterbringungsmöglichkeit für die Kinder zu suchen. "Bei einem Kriminaldelikt kommt hinzu, dass eine enge Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden erfolgt", erklärt Brandl. Dann wird oftmals ein Kriseninterventionsteam eingeschaltet. Langfristig gesehen ist auch eine psychologische Betreuung der Kinder möglich.

Wo die Kinder unterkommen - ob in einer Jugendhilfeeinrichtung oder in einer Pflegefamilie - ist möglicherweise abhängig vom Alter der Kinder. Auch eine Unterbringung im persönlichen Umfeld eines Kindes wird laut Landratsamt geprüft.

Gemeinsame Unterbringung schwierig

Ob die vier Geschwister zusammenbleiben können, steht noch nicht fest. Die Aufnahmekapazitäten von Jugendhilfeeinrichtungen seien teilweise begrenzt, so das Landratsamt, sodass es nicht in jedem Fall sichergestellt werden könne, dass Geschwister gemeinsam untergebracht werden können.

Kontakt zum anderen Elternteil wird geprüft

Thomas Brandl erklärt weiter, dass Kinder grundsätzlich auch zu einem inhaftierten Elternteil Kontakt haben dürfen. Das Umgangsrecht der Eltern oder eines Elternteils bleibe bei einer Inhaftierung unberührt. Allerdings werde im Einzelfall geprüft, ob der Umgang dem Wohl des Kindes widerspreche.

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