Moosbach flutet 50 Keller

Lindenberg | kr | Hochwasseralarm für Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) in Lindenberg. Nach starken Regenfällen hat der Moosbach gestern Mittag 50 Keller in der Heinrich-Brauns-Straße unter Wasser gesetzt. Der Bach hatte sich angestaut. Ursache sind offenbar Bauarbeiten auf dem benachbarten Bahnhofsgelände.

Auf dem Lindenberger Bahnhofsgelände wird derzeit gebaut. Unter anderem wird ein Teil des Moosbaches freigelegt. Derzeit wird die bisherige Verrohrung des Baches durch eine Art Behelfsleitung überbrückt. Die war gestern offenbar nicht in der Lage die Wassermassen aufzunehmen, die der Bach nach den seit Tagen angekündigten starken Regenfälle mit sich führte. Folge: Es bildete sich ein See, der Moosbach staute sich zurück. Die Kellerräume von 50 Wohnungen in den Wohn-Blocks an der Heinrich-Brauns-Straße wurden unter Wasser gesetzt.

Der Einsatz gestaltete sich aufwendig. Die alarmierte Lindenberger Feuerwehr versuchte zunächst, mit ihren Pumpen das Wasser aus den Kellern zu befördern. Das scheiterte, weil ständig Bachwasser nachfloss.

Große Schmutzwasserpumpen

Deshalb musste zunächst der Stau auf dem Bahnhofsgelände beseitigt werden. «Wir müssen zuerst den Wasserspiegel des Moosbaches absenken, sonst bringen wir die Keller nicht trocken», erklärte der Lindenberger Feuerwehrkommandant Heribert Mayr den Einsatz. Mitarbeiter der Baufirma meißelten mit Presslufthammern ein großes Loch in das Bachrohr, damit das Wasser schneller abfließen konnte. Zudem wurde das Technische Hilfswerk alarmiert. Mit seinen großen Schmutzwasserpumpen förderte das THW 5000 Liter Wasser in der Minute aus dem Baustellenbereich und leitete es in den Kanal. Ebenfalls alarmiert wurde die Freiwillige Feuerwehr Weiler, die mit weiteren Pumpen nach Lindenberg ausrückte.

Unter Verwendung aller verfügbaren Pumpen wurde der Wasserspiegel schließlich gesenkt. Nach rund vier Stunden Einsatzzeit hatten Feuerwehr und THW die Keller wieder trocken gelegt.

80 Helfer im Einsatz

Insgesamt waren gestern Mittag und Nachmittag 80 Einsatzkräfte vor Ort im Lindenberger Zentrum, darunter 35 Helfer des technischen Hilfswerkes. Die Höhe des entstandenen Sachschadens stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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