Kaufbeuren / Germaringen
«Monsters» sind nicht zu stoppen

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er nicht nur was erzählen, sondern hat mitunter auch Mitbringsel für die Lieben zu Hause im Gepäck. Im Fall der Green Monsters waren es zwei begehrte Trophäen. Die Kaufbeurer Mannschaft hat in Heilbronn das Finale um die deutsche Streethockey-Meisterschaft gewonnen.

Und dabei ging es im Endspiel gegen die gastgebenden Heilbronn Hornets sehr eng zu. Nach zwei Minuten und 45 Sekunden in der Verlängerung rissen die Kaufbeurer um ihren Teamchef Harald Schmid die Arme in die Höhe. Schmid selbst hatte mit dem fünften Tor der Monsters deren Meistertitel 2010 perfekt gemacht. Es folgten Freude auf der einen, Frust auf der anderen Seite. Die Hornets wollten den Ball nicht im Tor gesehen haben und gingen den Schiedsrichter an. Es gab letztlich auch unschöne Szenen, die zu dieser Meisterschaft nicht gepasst haben.

Doch von vorne: Alle Vorrundenspiele fanden am ersten Tag statt. Gleich frühmorgens hatten es die Kaufbeurer mit den Hornets aus Heilbronn zu tun. Das Spiel wurde mit 3:0 gewonnen. Ganz anders sah es mit dem nächsten Gegner, den Piranhas Germaringen, aus.

Sie mussten lange einem Zwei-Tore-Vorsprung der Green Monsters hinterherlaufen. Den Piranhas gelang es bis zum Spielende aber, diesen zu egalisieren. Das entscheidende Penaltyschießen gewannen die Green Monsters. Diese beiden Siege waren letztlich entscheidend für die Platzierung in der Finalrunde. Die Wild Dragons aus Hamm, der momentan einzige ernst zu nehmende Gegner aus Norddeutschland, wurden mit 10:3 geschlagen und auch die Shadow Warriors aus Menden hatten beim 1:13 nichts zu melden.

Souverän qualifizierten sich die Green Monsters so für das Endspiel um die deutsche Meisterschaft. Da die Piranhas zwischenzeitlich auch das Spiel gegen die Hornets verloren hatten (3:7), durften sie nur noch um den dritten Platz spielen. Da halfen den Ostallgäuern auch die Kantersiege in den übrigen Partien nichts. Gegen Hamm setzten sie sich mit 6:3 durch, gegen Menden gab es sogar ein 18:0.

Am zweiten Tag behielten die Germaringer in den Platzierungsspielen eine weiße Weste. Sie schlugen zunächst die Shadow Warriors aus Menden mit 10:1, anschließend gab es einen 10:4-Sieg gegen Hamm. «Wir sind mit dem dritten Platz voll zufrieden. Das war unser Minimalziel», freute sich Piranhas-Sprecher Stefan Götz.

Das Endspiel wirbelte Emotionen auf. Die Kaufbeurer hatten nicht nur gegen einen hart spielenden Kontrahenten zu kämpfen, auch das heimische Publikum unterstützte die Mannschaft der Hornets lautstark. Doch auch die wenigen mitgereisten Monsters-Fans hielten tapfer mit.

Jochen Gärtner im Tor hielt dem Anfangsdruck der Heilbronner stand. Max Schmiedle, der erst am zweiten Tag zur Truppe gestoßen war, erzielte den ersten Treffer der Partie. Durch ein weiteres Tor von Sepp Staltmayr gingen die Monsters beruhigt in die Drittelpause. Das Spiel im Mitteldrittel wogte hin und her. Kurz vor Ende lagen die Hornets vorne und sahen schon wie der Sieger aus, doch Harald Schmid gelang fünf Minuten vor Ende der 4:4-Ausgleich. Da kein weiteres Tor mehr in der regulären Spielzeit erzielt wurde, mussten die Mannschaften nach kurzer Pause in die Verlängerung. Und die dauerte genau zwei Minuten und 45 Sekunden.

Das Turnier fand einen würdigen Abschluss im Festzelt am Tänzelfestplatz, wo sich auch einige Spieler der Piranhas aus Germaringen einfanden. (az)

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