Möggers
Möggers träumt von der WM

Das gab es noch nie: Zum ersten Mal überhaupt finden auf einer Strecke an einem Tag die Meisterschaftsläufe zweier verschiedener Nationen statt. Beim Motocross-Wochenende in Möggers (Vorarlberg) werden in der Schweizer SAM-Meisterschaft in den Klassen Quad und Seitenwagen sowie in der österreichischen MX2- und Jugendmeisterschaft die Titel vergeben. «Das ist einmalig in Österreich. Das ist, wie wenn die österreichische Fußball-Bundesliga und die deutschen Bundesliga gemeinsam auftreten würden», freut sich Mitorganisator Günter Oberscheider.

Möggers, das 550-Seelen-Dorf in Vorarlberg, das wegen seiner Nähe manchmal scherzhaft als «Scheidegger Ortsteil» bezeichnet wird, wird am kommenden Samstag und Sonntag (29./30. August) also wieder zum Mekka für Motocross-Fans. Rund 320 Anmeldungen aus sechs Nationen - davon etwa ein Drittel Deutsche - sind bisher eingegangen. Wenn das Wetter mitspielt, dann rechnen die Veranstalter mit insgesamt 13000 bis 14000 Zuschauern. Das wäre nah dran an der bisherigen Bestmarke: 15000 Besucher stellten 2002 den derzeit noch gültigen Rekord in der Grenzgemeinde auf.

Auf die Tatsache, dass die österreichische und Schweizer Meisterschaft gleichzeitig auf ihrem ganzjährig genutzten und 1800 Meter langen Rundkurs stattfinden, sind die Veranwortlichen des MCC Möggers natürlich ganz besonders stolz. «Wir haben erst vor zehn Tagen das Okay bekommen», verrät 2. Vorsitzender Dietmar Ruck. Extra dafür ist die Strecke erneut ausgebaut und modifiziert worden. Im schnellsten Bereich ist sie nun bis zu zwölf Meter breit, damit die Seitenwagen genügend Platz für spannende Überholmanöver haben. Elf Sprünge sind eingebaut, darunter ein neuer, der die Fahrer bis zu 30 Meter weit katapultieren soll.

Die Verbreiterung der Fahrbahn, auf der wieder im Uhrzeigersinn gefahren wird, ist auch eine Investition für die Zukunft. «Im Hinterkopf geistert bei uns die Idee, eine Seitenwagen-WM in Möggers auszurichten», verrät Vorsitzender Gregor Wucher. Im Gespräch ist das Jahr 2011. Positive Signale seitens des Verbandes hat der 400 Mitglieder starke Verein (davon ein Drittel Deutsche) bereits bekommen. Die Infrastruktur wäre ebenfalls bereit dafür. Was fehlt, ist das Geld. «Für eine WM brauchen wir dringend ein finanzielles Polster, das wir derzeit nicht haben», sagt Wucher. Denn der Verein investiert derzeit in eine Bewässerungsanlage für die Strecke, die rund 70000 Euro gekostet haben wird, wenn sie fertiggestellt ist.

Um die Vereinskasse aufzubessern, hoffen Wucher und seine Mitstreiter deshalb auf viele Zuschauer am kommenden Wochenende. Dafür gibt es wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm - denn Möggers verbindet Sport und Unterhaltung traditionell sehr stark. Das große Partyzelt für Samstagabend steht bereits, in dem Livemusik und GoGo-Girls auf der 60 Meter langen Theke die Stimmung aufheizen sollen. Angeboten wird zudem Bungee-Jumping.

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