Kempten
Mobilfunkstrahlen im Allgäu weit unter den Grenzwerten

Die Mobilfunk-Immissionen im Allgäu liegen weit unter den gesetzlich geltenden Grenzwerten. Das hat eine bayernweite Untersuchung des Instituts für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST) ergeben. In Auftrag gegeben hat die Studie der Verein «Informationszentrum Mobilfunk», der von den deutschen Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde, im Rahmen seiner Initiative «Wissenschaf(f)t Vertrauen». Die für die gestern vorgestellte Untersuchung verwendeten Messdaten stellte das bayerische Umweltamt zur Verfügung, das auch die Schirmherrschaft der Initiative übernommen hat.

Strenge Genehmigungsverfahren

Alle im Allgäu ermittelten Werte liegen laut der Studie weit unter den zugelassenen Grenzwerten, sagte Dr. Christian Bornkessel von IMST. Die überwiegende Zahl der Messergebnisse erreichten sogar nur wenige Tausendstel des Grenzwertes. Der höchste im Allgäu gemessene Wert lag bei 0,22 Prozent des gültigen Höchstwertes, so Bornkessel weiter. Als Grund hierfür sieht er auch die strengen Genehmigungsverfahren und bundesweiten Kontrollmessungen der Bundesnetzagentur.

Das Allgäu liegt mit seinen Werten teilweise sogar etwas unter denen des Freistaates. Das liege aber, so Christian Bornkessel, an den vergleichsweise wenigen Messpunkten im Allgäu. An sich sei die Region, was die Mobilfunk-Immission angeht, mit ganz Bayern vergleichbar.

Die bei der Untersuchung verwendeten Messdaten aus den Jahren 2001 bis 2008 stammen von Messstationen, die Gemeinden und Städte in den vergangenen Jahren errichtet haben.

Förderungen vom Umweltamt

Finanziell unterstützt wurde das im Rahmen des Projekts «Förderung der Erfassung elektromagnetischer Felder» vom bayerischen Umweltministerium. «Daran teilgenommen haben bisher über 350 Kommunen», sagte Clemens Mehnert vom bayerischen Umweltamt.

Der Verein «Informationszentrum Mobilfunk» stellt die Ergebnisse der Studie in mehreren bayerischen Städten der Öffentlichkeit vor. Unter anderem am 30. Juli in Füssen.

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