Handynetz
Mobilfunk-Sendestation im Gewerbegebiet Ursulasried wird ausgebaut

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Den bestehenden Mobilfunk-Standort «Ursulasried» in der Heisinger Straße 8 will der Betreiber Vodafone mit LTE-Funksystemen (siehe Info-Kasten) erweitern. Dadurch wird auch die Strahlenbelastung im benachbarten Wohngebiet in Leubas ansteigen. Das Umweltinstitut München, mit dem die Stadt seit Jahren in Mobilfunkfragen zusammenarbeitet, sieht darin allerdings keine übermäßige Erhöhung. Zu verhindern sei die Anlage nicht, lautete das Fazit im Bauausschuss. Vorteile können Nutzer des mobilen Internet oder Bewohner des Außenbereichs von der Technik ziehen.

Long Term Evolution-Systeme dienten dem schnellen Internet für alle, erläuterte Antje Schlüter, Leiterin des Stadtplanungsamts. Sie seien besonders für den ländlichen Raum geeignet, der teilweise nur über langsame kabelgebundene Anschlüsse verfüge. Eine Außenantenne ist Voraussetzung, um Zugang zu erhalten. Bis zu zehn Kilometer entfernte Gebäude etwa in Heiligkreuz und Hirschdorf sowie Einzelgehöfte bis nach Kornangers und Hohenrad könnten profitieren.

Höhere Reichweite

Daneben dienen die Stationen zur Entlastung des UMTS-Netzes, in dem es langsam eng werde. Grund dafür sei die wachsende mobile Datenübertragung. Über Steigerungsraten von 100 Prozent im vergangenen Jahr berichtete Hans Ulrich-Raithel, Mobilfunkexperte des Umweltinstituts. LTE-Systeme seien den herkömmlichen Anlagen in Sachen Kapazität und Reichweite weit überlegen.

Höhere Strahlenbelastungen würden im Gewerbegebiet sowie im rund 250 Meter entfernten Wohngebiet entstehen. «Bei Volllast geht es fast um eine Verdoppelung», rechnete Ulrich-Raithel vor. Allerdings bekämen die Leubaser bisher nicht viel ab: «In Thingers wäre die Immission nach Erweiterung der dortigen Anlage etwa 20-fach höher gewesen als in Leubas.» Zur Minimierung der Strahlenbelastung gebe es im Gewerbegebiet Ursulasried praktisch kein Potenzial.

Für die Betreiber handele es sich um einen Testballon, meinte Schlüter. Sollte das Angebot kräftig nachgefragt werde, sei mit weiteren LTE-Anträgen zu rechnen.

Aus baurechtlicher Sicht sei eine gewerbliche Anlage in einem Gewerbegebiet geplant, die eine bestehende gewerbliche Anlage lediglich erweitere: «Sie ist somit zulässig.» (se)

Weitere Details im Internet

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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