Mussenhausen
Mixa: «Ein Festsaal des Lieben Gottes»

Nach über vierjähriger Planung, Arbeit sowie Dach- und Innensanierung erstrahlt die Wallfahrtskirche «Maria vom Berge Karmel» in Mussenhausen nun in neuem Glanz. An der offiziellen Einweihung der frisch renovierten Filialkirche nahmen am Wochenende zahlreiche Gläubige teil. Bei einem Festgottesdienst bezeichnete Bischof Walter Mixa die Wallfahrtskirche als einen «Festsaal des Lieben Gottes». Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Kirchenchor Eutenhausen-Mussenhausen unter der Leitung von Hedwig Schöner mit der Orgelsolomesse von Wolfgang Amadeus Mozart.

Gemeinsam mit Bischof Mixa feierten auch zahlreiche Geistliche aus der Umgebung die Fertigstellung der Rokoko-Kirche. Noch nie habe er einen so plastisch-lebendigen Kreuzweg gesehen wie in dieser Wallfahrtskirche, erklärte Mixa. In all dem Leid sei die «große Liebe Gottes zu uns sichtbar».

Im Jahr 2004 bemerkte ein Kirchenbesucher, wie Teile der Decke abbröckelten. Risse und Sprünge wurden in der Langhausdecke festgestellt. Das große Deckengemälde drohte herunterzufallen. Je mehr sich die Fachleute mit den Schäden und ihren Ursachen befassten, desto größer wurden die Herausforderungen. Erst wenige Jahre zuvor wurde die Kirche außen komplett renoviert, mit einer Innenrenovierung wollte man daher eigentlich warten. Kirchenpflegerin Ottilie Holzmann und ihr Team standen vor den Alternativen, ihre Kirche zu schließen, ein Netz einzubauen oder das Gotteshaus zu sanieren.

Pfarrer Hermann Neuß habe die Renovierung maßgeblich vorangetrieben, so Holzmann. Das Gesicht der Kirche sei erhalten geblieben. Innenraum, Dach- und Deckentragwerk wurden saniert. Begeistert zeigte sich Bürgermeister Alfons Weber über die kulturelle Vielfalt seiner Gemeinde mit dem Kleinod in Mussenhausen. «Das Bauwerk ist Ausdruck der Volksfrömmigkeit», bekundete stellvertretender Landrat Werner Birkle. Auch der Landkreis beteiligte sich mit einem Zuschuss an dem 435000 Euro umfassenden Projekt (siehe auch Infokasten). Mit großem Applaus dankten die Besucher den zahlreichen Helfern, allen voran Ottilie Holzmann und dem Mesner-Ehepaar August und Ilse Eisenschmid.

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