Bildung
Mittelschule in Kaufbeuren hat sich etabliert

Nach einem Jahr Mittelschule fällt die Bilanz des Schulamtes positiv aus: «Sie wird gut angenommen», freut sich Schulamtsdirektorin Eva Severa-Saile. Mit Beginn des neuen Schuljahres am morgigen Dienstag gibt es keine einzige Hauptschule mehr im Ostallgäu und Kaufbeuren.

Denn nun erfüllt auch die Hauptschule Germaringen die Kriterien für eine Mittelschule. Zu Ende geht laut Severa-Saile die Zeit der großen Klassen an den Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk, zu dem das ganze Ostallgäu und Kaufbeuren gehören. In nur noch 12,37 Prozent der Grundschulklassen befinden sich 26 bis 30 Kinder, bei den Mittelschulen liegt der Wert nur noch bei 8,43 Prozent. << Wobei wir hier näher an 26 als an 30 sind >>, betont Severa-Saile.

Verbessert wird der Unterricht zudem durch eine erneute Anhebung der Budgetwerte für die einzusetzenden Lehrer. Klassen, in denen mehr als die Hälfte der Kinder sogenannten Migrationshintergrund haben, dürfen maximal 25 Schüler umfassen. In Kaufbeuren gibt es davon in den Grundschulen zwei Klassen in der Adalbert-Stifter-Schule und eine in der Konradinschule.

An den Mittelschulen befinden sich je zwei Migrationsklassen an der Gustav-Leutelt-, der Jörg-Lederer- und der Beethovenschule in Kaufbeuren. Die Kinder mit Migrationshintergrund werden auch weiterhin gefördert, erläutert Severa-Saile. So gibt es bereits Vorkurse im Kindergarten und an den Schulen dann Deutsch-Förderkurse und sogar eine Deutschförderklasse an der Jörg-Lederer-Schule.

Für Jugendliche, die es trotz aller Betreuung nicht geschafft haben, im neunten Schuljahresbesuch auf einen Abschluss zuzusteuern, wurde eine Praxisklasse an der Jörg-Lederer-Schule eingerichtet. Sie werden dort speziell in Deutsch, Mathematik und sozialer Kompetenz ausgebildet. Verstärkt geht es zudem um die Berufsorientierung. In dieser Praxisklasse sind auch Jugendliche aus dem Umland dabei, so aus Germaringen, Buchloe und Marktoberdorf.

Eine << vertiefte Berufsorientierung >> ist ohnehin ein Alleinstellungsmerkmal der Mittelschulen. Das Kultusministerium stellt dafür im kommenden Schuljahr insgesamt 284000 Euro für das Ostallgäu und Kaufbeuren zur Verfügung.

Betreuung am Nachmittag

Weiteres bedeutendes Thema bleibt die Betreuung über die normalen Schulzeiten hinaus. Die Mittagsbetreuung an Grundschulen nutzen im gesamten Schulamtsbezirk 1012 Kinder (Vorjahr: 991). Angeboten werden Gruppen bis maximal 14 oder maximal 16 Uhr. Für die Kaufbeurer Mittelschulen gibt es an der Gustav-Leutelt-Schule in Neugablonz inzwischen für jede Jahrgangsstufe eine Ganztagesklasse. Genutzt werden diese von 98 Sprösslingen. Offene Ganztagesangebote bieten zudem die Mittelschulen in Biessenhofen, Germaringen, Obergünzburg und Friesenried.

Eine immer größere Rolle spielt die sogenannte Inklusion, das heißt die Eingliederung von Kindern mit körperlichen oder geistigen Behinderungen in ganz normale Klassen. << Die Kinder lernen dadurch, die Menschen anzunehmen wie sie sind. Das ist positiv für ihre Entwicklung >>, sagt Severa-Saile.

Derartige Kooperationsklassen gibt es in Kaufbeuren an der Adalbert-Stifter-, der Beethoven- und der Jörg-Lederer-Schule.

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