Marktoberdorf
Mit tätiger Nächstenliebe helfen

1,8 Millionen Euro an Spenden erhält die Caritas pro Jahr im Bistum Augsburg, hob Caritasdirektor Prälat Peter C. Manz hervor. Die soziale Arbeit der Caritas leiste «unheimlich viel» für Menschen, die krank, alt, behindert und hilfsbedürftig sind, sagte Bischof Walter Mixa. Manz und Mixa haben am Sonntag (wie gestern kurz berichtet) in Marktoberdorf die Caritas-Herbstsammlung eröffnet.

Die Haussammlung, die bis Sonntag, 4. Oktober, geht, steht unter dem Motto «Wir halten zusammen». Dabei gehe es darum, Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen, sagte Caritas-Direktionsassistent Dr. Andreas Magg, «weil Kranke, auch psychisch und Suchtkranke, ohne fachliche Hilfe keinen Weg aus ihrer Not finden» und weil Kindern und Jugendlichen - «auch in unserem Land» - soziale Kontakte und Entwicklungsmöglichkeiten fehlten. Die Aussendung der Caritas- Sammler findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, erklärte Prälat Manz nach dem feierlichen Einzug in die katholische Pfarrkirche St. Magnus. «Gott ruft sein Volk zusammen», sang die versammelte Kirchengemeinde. Die Aussendung der Sammler zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst, an dessen feierlicher Gestaltung auch der Kirchenchor mitwirkte.

So in der Lesung aus dem Mose-Buch Numeri zur «prophetischen Verzückung», der zweiten Lesung aus dem Jakobusbrief («Euer Reichtum verfault») und im Evangelium.

«Herausragend im Sozialen»

Bischof Mixa forderte auch in der Predigt dazu auf, zum Glauben zu stehen. Trotz des zum Teil «aggressiven Atheismus» müsse sich kein Katholik verstecken. Die Diözese Augsburg sei «herausragend im sozialen Dienst», sagte der Bischof und nannte als Beispiele die 430 Kindergärten und Kitas sowie das «riesige» Hilfswerk für behinderte Menschen. «Wir sind die einzige Diözese mit 38 Schulen in kirchlicher Trägerschaft», so Mixa: «Das sind alles Tatsachen, die wir durchaus weitergeben können.

» Die Nächstenliebe (Caritas) sei - neben Verkündung und Eucharistie - eine der drei Grundsäulen der Kirche.

Dass sich finanziell dabei viele kleine Gaben zu einer großen Summe auswachsen, erklärte Caritasdirektor Manz. Die Spendenbereitschaft für die Caritas bei Haussammlungen und Kirchenkollekten sei nach wie vor hoch, betonte Manz, auch wenn 2008 ungefähr 120000 Euro weniger als im Jahr davor gespendet worden seien. Ein Drittel des gesammelten Geldes komme Bedürftigen direkt in der jeweiligen Pfarrgemeinde zugute, ein Drittel gehe an die Kreis-Caritas («verbleibt also auch in der unmittelbaren Umgebung»), ein weiteres Drittel setzt der Diözesancaritasverband zur tätigen Hilfe ein.

Abschließend ehrten Manz, Bischof Mixa und Caritas-Kreisgeschäftsführer Franz Gast 147 Sammlerinnen und Sammler aus dem Ostallgäu mit Namensurkunden und Plaketten für fünf, zehn beziehungsweise fünfzehn und mehr Jahre Sammeltätigkeit. «Da sind Sammlerinnen dabei, die sich schon seit 50 Jahren engagieren», so Gast.

Bischof Mixa erhielt von Marktoberdorfs Stadtpfarrer Wolfgang Schilling zwei DVDs über die Wiedereröffnung und die Altarweihe der renovierten Pfarrkirche St. Martin. Schilling freute sich sehr darüber, den Bischof nur ein Jahr danach «wieder begrüßen zu dürfen».

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