Schwangau / Füssen
Mit Pressluft und Wärmebildkamera

Die Suche nach dem möglichen Doppelmörder von Aalen hat nicht nur den Einsatzkräften der Polizei, sondern auch etlichen ehrenamtlichen Rettungskräften aus Füssen einen außergewöhnlichen Einsatz abverlangt. Wie berichtet, war der Wagen des 46-Jährigen am Fuß von Schloss Neuschwanstein entdeckt worden. Daraufhin begann eine großangelegte Suche nach dem Mann, der laut Polizei möglicherweise in Suizidabsicht ins Ostallgäu gefahren ist. Bis Redaktionsschluss blieb die Suche ohne Ergebnis (»Allgäu-Rundschau).

In der Nacht zum Samstag beteiligten sich Bergwacht, Wasserwacht sowie die Füssener Feuerwehr an der Suchaktion. Schwerpunkt: der Bereich der Pöllatschlucht nahe der Marienbrücke. Die Floriansjünger rückten laut Kommandant Heinz Weller zur technischen Unterstützung der Polizei aus: Mit der Wärmebildkamera suchte eine knappe Hand voll Retter über zwei Stunden nach dem Vermissten - vergeblich.

Mit fünf Mann, darunter drei Tauchern, rückte gegen Mitternacht die Wasserwacht an, um einen Pöllat-Gumpen unter der Brücke abzusuchen. «Wir haben das bei früheren Übungen schon mehrfach trainiert und haben auch die spezielle Ortskenntnis», berichtet Willi Baumgartner, Leiter der Schnelleinsatzgruppe. «Dennoch stellte dieser Einsatz besondere Herausforderungen.

» So mussten Retter und Gerät in dem unwegsamen Gelände mühsam abgeseilt werden, weshalb man auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Bergwacht angewiesen war. Deren Pressesprecher Thomas Hafenmair spricht ebenfalls von außergewöhnlichen Anforderungen an sein Team. Fünf Mann waren vor Ort, bis zu 20 weitere Kräfte seien abrufbar gewesen. Nach diesem Einsatz standen die ehrenamtlichen Kräfte in Rufbereitschaft, wurden aber nicht mehr gebraucht.

Etwa sechs bis sieben Mal jährlich rückt die Bergwacht laut Hafenmair zur Suche von Vermissten aus - der Anteil von Suizidfällen sei dabei «zum Glück gering». Beim aktuellen Vorfall sei es einem als Helfer schon «etwas mulmig» zumute gewesen, erläutert er. «Es weiß ja keiner genau, was der Mann macht.

» Deshalb seien Bergwacht, Wasserwacht und Feuerwehr nur dort im Einsatz gewesen, wo die Lage sicher gewesen sei. «Schließlich dürfen wir unsere Leute nicht in Gefahr bringen», betont Hafenmair. (raf)

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