Allgäu
Mit neuem Teich zum Schnee von morgen

Blaichach/Ofterschwang/Gunzesried Das Ofterschwanger Horn langfristig schneesicherer und damit für Skifahrer noch attraktiver machen. Das war vor vier Jahren die Idee von Hanspeter Schratt und Rainer Hartmann, die die beiden Geschäftsführer der Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried zur kommenden Wintersaison verwirklichen wollen: 5,5 Millionen Euro werden in Modernisierungs-Maßnahmen gesteckt, damit spätestens Anfang November die neue Pistenverbindung zur Märchenwiesenabfahrt und der neue Speicherteich samt Beschneiungsanlage fertig sind.

«Damit können wir künftig neben den bisherigen auch die neuen Pisten beschneien», erklärt Schratt. Wie etwa die Gipfelabfahrt mit 4,6 Hektar Fläche, die Verbindungspiste mit 2 Hektar und die sogenannte Märchenwiesenabfahrt mit 14,8 Hektar. Im Endausbau könnten dann am Ofterschwanger Horn 53 Hektar mit Schnee versorgt werden - in nur 72 Stunden könne auf dieser Fläche eine Grundbeschneiung gesichert werden. Bis zur jüngsten Saison konnte immer nur eine Abfahrt beschneit werden.

«Insgesamt haben wir seit Mai Rohrleitungen und Kabel auf einer Strecke von gut zehn Kilometern eingegraben», erläutert Hartmann. Nahe der Geißrückenalp wird derzeit ein 90 mal 240 Meter großer Speicherteich angelegt, der 107000 Kubikmeter Wasser fasst. Sobald die Arbeiten fertig sind, werde, so Hartmann, von den kurzzeitigen Eingriffen in die Natur nichts mehr zu sehen sein.

Großprojekt braucht Zeit

Um ein solches Großprojekt zu realisieren, brauche man einfach Zeit, sagt Schratt. Schließlich gelte es, der Idee auch eine vernünftige Finanzierung gegenüber zu stellen. Die Gespräche mit Behörden, der Gemeinde Blaichach und den Grundstückseigentümern verliefen «stets in einem fairen und gutem Miteinander». Schratt: «Wenn wir die Infrastruktur nicht verbessern würden, könnten wir langfristig in dem hart umkämpften Markt nicht bestehen.»

Und wie sieht es mit der Betriebszeit aus? «Die werden wir keinesfalls verlängern», betonen die beiden Geschäftsführer. Mit der Investition solle der Betrieb lediglich gesichert werden. Nach wie vor würden die Pisten frühestens im November beschneit werden, «sofern es die Temperaturen überhaupt zulassen».

Sowohl Schratt als auch Hartmann sind überzeugt, dass die Schneesicherheit in Zukunft auch den Vermietern etwas bringen wird: In Form von sichereren Buchungen und besserer Auslastung.

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