Marktoberdorf / Augsburg
Mit Minck geht in der Arena das Licht an

Ohne die Marktoberdorfer Firma Minck würden beim Fußball-Zweitligisten FC Augsburg im wahrsten Sinne des Sprichwortes die Lichter ausgehen. Oder besser: Gar nicht erst angehen. Das Unternehmen installierte in der von Verein und Stadt neu erbauten, 31000 Zuschauer fassenden Impuls-Arena im Augsburger Süden die komplette Elektrik, unter anderem die Sicherheitstechnik, eine Netzersatzanlage (Notstromaggregat), ein Datenleitungsnetz, das Flutlicht, Notrufsysteme und eben die Beleuchtungsanlage in und um das gesamte Stadion. «Das ist der größte Auftrag der Firmengeschichte und mit Sicherheit ein Meilenstein für uns», sagt Geschäftsführerin Barbara Schuster. Der Auftrag hat ein Volumen von etwa drei Millionen Euro.

Bis zu 60 der insgesamt 100 Minck-Mitarbeiter waren zeitweise in Augsburg beschäftigt. Sie verlegten laut Projektleiter Reinhold Ehlich 155 Kilometer Kabel, bauten 130 Elektroverteiler und 1000 Datenports ein. Im vergangenen Herbst war der Fußball-Club an Minck herangetreten. «Der FCA wollte unbedingt ein Unternehmen aus der Region», sagt Schuster. Doch nicht nur das war schließlich ein ausschlaggebender Faktor für die Zusage: «Der Preis und die Leistungsfähigkeit spielen eine große Rolle», so Schuster. Und es sei eben wichtig, das richtige Personal - wie beispielsweise die beiden Obermonteure André Hamm und Tobias Wildemann - mit der entsprechenden Erfahrung zu haben.

Erfahrung, die das Unternehmen mit Standorten in Marktoberdorf und Memmingen unter anderem bei der Garmischer Olympia-Skisprungschanze, im Alpinen Trainingszentrum in Oberjoch oder an der Schattenbergschanze sammeln konnte.

Dokumentation des Projekts auf 1300 Metern Papier

Allein 15 Ordner mit Plänen reichte Minck zur Angebotsabgabe ein. Zur Dokumentation des Projekts wird das aber nicht mehr reichen: «Wir haben dafür gerade 1300 laufende Meter Papier bestellt», sagt Projektleiter Ehlich und grinst schelmisch. Dabei ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Erst im September soll alles fertig sein.

Natürlich sei die Firma stolz darauf, an so einem Projekt mitgearbeitet zu haben, sagen Ehlich und Schuster einhellig. Die Herausforderung sei allerdings schon sehr groß gewesen. Denn das Unternehmen erledigte nicht nur die Installation, sondern lieferte auch die komplette Werk- und Montageplanung, die sonst oft vorgegeben ist. «Da war von allen schon große Flexibilität und Bereitschaft gefragt», lobt Schuster die Mitarbeiter.

Wenn die Arena diesen Sonntag mit dem Spiel einer Schwaben-Auswahl gegen den FCA eröffnet wird, wird auch in Marktoberdorf die Anspannung groß sein. Denn den ersten richtigen Test mit der Technik kann das Unternehmen schließlich erst am heutigen Freitagabend machen.

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